Infektionen: WHO fordert «dringend» Eingreifen gegen Ausbreitung der Affenpocken in Europa

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InfektionenWHO fordert «dringend» Eingreifen gegen Ausbreitung der Affenpocken in Europa

Angesichts einer Verdreifachung der Affenpocken-Infektionen in Europa innerhalb von zwei Wochen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die europäischen Länder dringend zum Eingreifen aufgefordert.

ARCHIV - 20.12.2021, Schweiz, Genf: Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), spricht bei einer Pressekonferenz im Hauptsitz der WHO. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beruft wegen der Affenpocken-Fälle in zahlreichen Ländern den Notfallausschuss ein. (zu dpa "WHO ruft wegen Affenpocken Notfallausschuss ein") Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Tedros Adhanom Ghebreyesus fordert «dringend» ein Eingreifen gegen die Ausbreitung der Affenpocken in Europa.

Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Angesichts einer Verdreifachung der Affenpocken-Infektionen in Europa innerhalb von zwei Wochen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die europäischen Länder dringend zum Eingreifen aufgefordert. Die Länder der Region müssten in den kommenden Wochen und Monaten ihre Anstrengungen verstärken, um zu verhindern, dass die Affenpocken «sich in einem größeren geografischen Gebiet festsetzen», forderte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Freitag.

Aus Europa wurden demnach inzwischen mehr als 4500 Fälle von Affenpocken gemeldet, das sind 90 Prozent aller seit Mitte Mai weltweit registrierten Fälle.

Bei den Affenpocken handelt es sich um eine weniger gefährliche Verwandte der seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken, die üblicherweise in West- und Zentralafrika vorkommt. Seit Mai breiten sich die Affenpocken aber auch in anderen Ländern aus, vor allem in Westeuropa. Bislang wurden laut WHO in diesem Jahr in mehr als 50 Ländern insgesamt mehr als 3200 Fälle von Affenpocken gemeldet.

Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehören hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Windpocken-ähnliche Pusteln. Übertragen wird die Krankheit durch engen Körper- und Hautkontakt.

(AFP)

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