Walk of Fame – Wie Christoph Waltz zum 2536. Stern kam

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Walk of FameWie Christoph Waltz zum 2536. Stern kam

Der österreichische Schauspieler erhält am 1. Dezember einen Stern am Walk of Fame in Hollywood. Doch was muss man eigentlich für diese Ehre tun?

Der zweifache Oscar-Preisträger Christoph Waltz wird am 1. Dezember mit einem Stern am Walk of Fame geehrt. So wird der 2536. Stern auf Hollywoods berühmtestem Trottoir den Namen des Schauspielers tragen. Doch wie verdient man sich eigentlich so eine Plakette und wer kommt für die Kosten auf? Die fünf interessantesten Facts zum Bewerbungsverfahren für den Walk of Fame:

1. Auswahlkriterien
Die offiziellen Aufnahmebedingungen umfassen drei Punkte: Berufliche Errungenschaften, mindestens fünf Jahre Präsenz im Showbusiness und gemeinnützige Beiträge. Neben einem positiven Gutachten muss außerdem jeder eingereichte Vorschlag ein Foto und einen Lebenslauf enthalten.

2. Kosten
Die Bewerbungsgebühr für einen Stern kostet 30.000 US-Dollar. Die ist aber nur dann fällig, wenn man den Stern auch gewinnt und wird lediglich dafür eingesetzt, die Instandhaltung der Auszeichnung auf alle Ewigkeit zu gewährleisten. Die Kosten werden oft vom Management oder der Produktionsfirma des Stars übernommen, weil sich die Publicity während der Verleihung auszahlt.

3. Anwesenheitspflicht
Einen Stern gibt es nur, wenn man diesen auch selbst enthüllt. Nach Bekanntgabe, wer eine der begehrten Bodenplatten erhält, müssen alle Stars ihren eigenen Stern selbst enthüllen. Dafür haben sie aber fünf Jahre Zeit, um den geeigneten Termin zu finden. Eine Ausnahme gibts nur für jene, die den Stern erst posthum erhalten.

4. Nicht-Promis
Nicht nur Showstars können einen Walk-of-Fame-Stern erhalten. So hat zum Beispiel der langjährige frühere Bürgermeister von Los Angeles, Tom Bradley, einen Stern. Auch das Los Angeles Police Department sowie die Mitglieder der Apollo-11-Mission wurden am Gehweg verewigt. Sogar Firmen wie Victoria's Secret und das Baseballteam der LA Dodgers dürfen einen Stern ihr Eigen nennen.

5. Schreibfehler
Auch am Walk of Fame passieren manchmal ungewollte Vertipper. So wurde Seinfeld-Star Julia Louis-Dreyfus als «Julia Luis Dreyfus» vorgestellt und aus Dick Van Dyke wurde «Dick Vandyke». Etwas länger musste sich der schwedische Filmpionier Mauritz Stiller mit einem falschen Namen begnügen. Er hieß 28 Jahre lang schlicht «Maurice Diller».

(L'essentiel/ink)

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