Figalux: Wie eine Manga-Leidenschaft zum Traumberuf wurde

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FigaluxWie eine Manga-Leidenschaft zum Traumberuf wurde

ESCH/ALZETTE – Aus einer Faszination, die ihn seit seiner Kindheit begleitet, hat Christophe Staudt seinen Beruf gemacht. Heute verkauft der Unternehmer online Manga- und Marvel Figuren.

von
Nicolas Chauty

Es gibt sie: Berufe, die Erwachsenen die Kindheit bewahren. Auch Christophe Staudt hat für sich einen solchen gefunden. Er hat vergangenes Jahr seinen eigenen Online-Shop gegründet, über den er Manga- und Marvel-Figuren verkauft. Er selbst sammelt solche seit Jahren, 450 Exemplare zähle seine Privatsammlung, erzählt Staudt.

Nach einer beruflichen Wiedereingliederung wollte der Möbelmontierer aus Esch/Alzette das Projekt, das er «seit etwa zehn Jahren» im Kopf gehabt habe, verwirklichen. So kam es zur Gründung von seines Shops Figalux.

Das Durchschnittsalter seiner Kundschaft liege zwischen 30 und 45 Jahren, so Staudt, er selbst ist 38. Die Community ist ein «Mund-zu-Mund»-Milieu, eine Gemeinschaft, die vor allem in den sozialen Netzwerken sehr präsent ist und in der man schnell Freunde findet. Von Südwestfrankreich bis Nordbelgien und natürlich im Großherzogtum hat sich Christophe Staudt bereits einen Kundenstamm aufgebaut. Nur wenige Monate nach der Gründung von Figalux zieht Staudt bereits eine positive Bilanz.

Die erste Figur, die der junge Unternehmer je verkauft hat, habe er noch gut in Erinnerung. «Es handelte sich um ein Batman-Figürchen aus Kunststoffharz im Wert von etwa 200 Euro», erzählt er. Wer in seinem Online-Shop eine Figur kaufen möchte muss im Durchschnitt mit etwa 40 Euro pro Stück rechnen. Allerdings starteten die Preise bereits ab 20 Euro und können bis zu 7000 Euro betragen, so Staudt. Die teuersten Exemplare gebe es jedoch nur auf Bestellung. Staudts Rolle als Zwischenhändler zwischen seinen Lieferanten und seinen Kunden sei für die Kunden die Garantie für den Kauf von offizieller Figurausgaben. So könnten Fälschungen vermieden werden, die in diesem Milieu sehr verbreitet seien. «Man bemerkt es unter anderem an den Mängeln, an der Farbe, den schlecht gemalten Blick sowie an der Verpackung», erklärt er.

Innerhalb von nur wenigen Monaten konnte Figalux an einer Messe in Brüssel teilnehmen, ein Pop-Up Store in Esch öffnen, Ende Juni wird der Shop an der LuxExpo bei einer großen Convention für Manga mit dabei sein. Ein Gehalt konnte sich Staudt bisher noch nicht auszahlen, weshalb er zusätzlich weiter als Gärtner arbeite. Manchmal helfe ihm seine Frau aus, seine Leidenschaft teile sie allerdings nicht. Langfristig hofft er, sich nur noch seiner Firma widmen zu können, später möchte er irgendwo in Luxemburg «einen richtigen Laden» aufmachen.

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