Überholmanöver – Wie einst Häkkinen gegen Schumacher

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ÜberholmanöverWie einst Häkkinen gegen Schumacher

Rennfahrer Nicolas Lapierre gelingt ein Überholmanöver der Sonderklasse. Die Aktion des Franzosen erinnert an die Kaltschnäuzigkeit von Mika Häkkinen.

Es ist derselbe Ort, dieselbe Rennstrecke, 16 Jahre danach, aber nicht die Formel 1. Wir befinden uns in der LMP2-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), der Hauptdarsteller heißt Nicolas Lapierre. Der Franzose zeigt im 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps in Belgien eine Überholaktion, die mit «sensationell» am besten zu beschreiben ist.

Der 32-Jährige hatte in den letzten Runden nur noch den führenden Brasilianer Pipo Derani vor sich. «Plötzlich ließ Gott einen Ford vom Himmel fallen», wird Lapierre auf motorsport-total.com zitiert. Derani war gerade daran, den Ford GT zu überrunden – das war die Chance für Lapierre (ab Minute 3:00).

Gegner zollen sich Respekt

«Ausgangs Pouhon kann man links oder rechts vorbei, ich habe mich nach kurzem Antäuschen für die richtige Seite entschieden. Wir kamen alle drei nebeneinander in die Bremszone, es gab eine kurze Berührung mit dem Ford – und dann war ich vorbei. Es war so cool.» Dank dieser starken und viel umjubelten Aktion sicherte sich der Franzose den Sieg mit seinem Alpine-Team. Er gratulierte über Twitter seinem Gegner, dieser gab das Lob zurück.

In der Formel 1 gelang Mika Häkkinen, damals zweifacher Weltmeister, im Jahr 2000 gegen Michael Schumacher ein beinahe identisches Überholmanöver:

Dazu meinte Lapierre: «Es war zwar nicht an der gleichen Stelle wie damals bei Häkkinen und Schumacher, aber es war die gleiche Art von Manöver. Nicht schlecht, oder? Hat echt Spaß gemacht.»

(L'essentiel/hua)

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