May the fourth be with you – Wie feiert ihr den «Star Wars»-Tag?
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May the fourth be with youWie feiert ihr den «Star Wars»-Tag?

Getreu dem Motto «May the fourth be with you» ist heute der offizielle «Star Wars»-Tag, der nicht nur von Fans, sondern auch als Marketing-Instrument genutzt wird.

HANDOUT - 20.03.2020, ---: Die Fugur "Das Kind" (Baby Yoda) in einer Szene aus «The Mandalorian». Mit der ersten realen «Star Wars»-Serie will Disney Abonnenten für seinen neuen Streamingdienst Disney+ gewinnen. In Deutschland wird die erste Folge am 22.03.2020 im Free-TV bei ProSieben ausgestrahlt. Ab 24.03.2020 sind alle acht Episoden von «The Mandalorian» bei Disney+ abrufbar. Foto: -/Lucasfilm/Disney+/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die Sendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

HANDOUT - 20.03.2020, ---: Die Fugur "Das Kind" (Baby Yoda) in einer Szene aus «The Mandalorian». Mit der ersten realen «Star Wars»-Serie will Disney Abonnenten für seinen neuen Streamingdienst Disney+ gewinnen. In Deutschland wird die erste Folge am 22.03.2020 im Free-TV bei ProSieben ausgestrahlt. Ab 24.03.2020 sind alle acht Episoden von «The Mandalorian» bei Disney+ abrufbar. Foto: -/Lucasfilm/Disney+/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die Sendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

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Heute ist der 4. Mai und jeder «Star Wars»-Fan hat sich seine Sternenkrieger-DVDs wohl schon im Wohnzimmer für den stilechten Sci-Fi-Filmabend zurecht gelegt und ist das weltberühmte Theme pfeifend zur Arbeit gegangen. Aber wie kam es eigentlich dazu, dass ausgerechnet heute auf der ganzen Welt Yoda-Memes und Lichtschwerter gepostet werden, egal ob Sci-Fi-Nerd oder Groß-Unternehmen?

Im Jahr 2008 kam der Kanadier Dylan Bates in einer Facebook-Gruppe auf die Idee, am 4. Mai unter dem Motto «May the fourth be with you» den «Luke Skywalker»-Day zu feiern. Eigentlich soll natürlich nicht «der Vierte», sondern die Macht (the force) mit dem Lichtschwert-schwingenden Hauptcharakter aus der mittlerweile neun Teile umfassenden Haupt-Saga mit uns sein. Es dauerte nicht lange bis das Wortspiel mit dem 4. Mai größere Kreise zog und zum «Star Wars»-Day verallgemeinert wurde, zunächst an diversen US-Universitäten, seit 2013 dann auch im Disney Land.

Mittlerweile hat sich das Phänomen verselbstständigt und nicht mehr nur «Star Wars»-Fans auf der ganzen Welt nutzen den 4. Mai, um ihre liebste Science-Fiction-Saga zu huldigen. Was heute eine milliardenschwere Marke ist, fing 1977 als unscheinbare Space-Opera des bis dahin weitgehend unbekannten Filmemachers George Lucas an, die vor Drehstart unter anderem von Universal und United Artists abgelehnt worden war. 20th Century Fox willigte nach einiger Überzeugungsarbeit ein und finanzierte den Film mit zehn Millionen US-Dollar. Lucas verzichtete dabei komplett auf seine Gage, sicherte sich aber die Merchandise-Rechte, sowie die Zusicherung, im Falle eines Erfolgs zwei weitere Filme produzieren zu dürfen.

Vom Disney Land zum «Star Wars»-Land

Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 775,4 Millionen US-Dollar schlug der «Krieg der Sterne» ein und wuchs mit den Fortsetzungen «Das Imperium schlägt zurück» (1980) und «Die Rückkehr der Jedi-Ritter» (1983) immer weiter. Erst in den 1990er Jahren entschloss Lucas sich zu weiteren «Star Wars»-Filmen, um die Vorgeschichte zur Original-Trilogie zu erzählen. 1999 erschien «Die dunkle Bedrohung», 2002 folgte «Angriff der Klonkrieger» und 2005 «Die Rache der Sith». Der Schachzug ging auf und lockte nicht nur die alten Fans in die Kinos, sondern auch zahlreiche junge Kinogänger. Einem Budget von insgesamt 343 Millionen US-Dollar standen 2,5 Milliarden US-Dollar an weltweitem Einspiel gegenüber.

Am 30. Oktober 2012 wurde bekannt, dass die Walt Disney Company George Lucas Unternehmen Lucasfilm, sowie alle Markenrechte an «Star Wars» für eine Summe von 4,05 Milliarden US-Dollar übernommen hat. Der «Micky Maus»-Konzern baute die neugewonnene Lizenz zu einer Sequel-Trilogie auf, zu der sich mehrere Spin-Offs gesellten. Allein die Hauptfilme spielten weltweit 4,475 Milliarden US-Dollar ein, gleichzeitig wurde der Merchandise-Sektor weiter angekurbelt und selbst im «Disney Land» gibt es mittlerweile ein eigenes «Star Wars»-Land. Der Hype um die Sternenkrieger ist also endgültig im Mainstream angekommen, was nicht alle Fans glücklich macht. Schließlich ist aus einer nostalgischen Jugend-Erinnerung der frühen Fans eine milliardenschwere Industrie geworden, die am laufenden Band neue Inhalte produzieren muss, damit die Macht noch lange weiter mit der Walt Disney Company ist.

Wie steht ihr zu «Star Wars»? Habt ihr ein Lichtschwert in der Vitrine oder könnt ihr mit dem Hype um die weit, weit entfernte Galaxie nichts anfangen?

(dm/L'essentiel)

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