«Angst um mein Baby» – Wie gefährlich ist Corona für schwangere Fiona?
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«Angst um mein Baby»Wie gefährlich ist Corona für schwangere Fiona?

Das Model, das ihr zweites Kind erwartet, wurde positiv auf Corona getestet. Ihr Baby «scheint okay zu sein», doch wie hoch ist das Risiko für Fiona und ihr Ungeborenes?

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Große Sorge bei Fiona Erdmann.

Große Sorge bei Fiona Erdmann.

Instagram/fionaerdmann
Das Model wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Das Model wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Instagram/fionaerdmann
Das teilte sie am Wochenende auf Instagram mit.

Das teilte sie am Wochenende auf Instagram mit.

Instagram/fionaerdmann

«Schwanger mit Covid und Kleinkind zu Hause ist nicht witzig», schrieb Fiona Erdmann am Sonntag in ihre Instagram-Story. Die 33-Jährige, die mit ihrem Mann Moe und ihrem Sohn Leo in Dubai lebt, habe am Wochenende starke Erkältungssymptome verspürt und war sogar in der Notaufnahme. Im Krankenhaus wurden mehrere Tests gemacht – darunter ein PCR-Test, der positiv ausfiel.

Kurz darauf teilte sie ihren Followerinnen und Followern mit, dass es ihr den Umständen entsprechend gut gehe. In einem weiteren sehr langen Post in ihrem Feed fügte sie an: «Unsere gesamte Familie ist an Covid erkrankt. Leo war der erste mit Symptomen, ich folgte und dann Moe, sein Bruder und sein Vater.» Nun säßen sie alle in Isolation.

Covid-Diagnose war für Fiona ein Schock

Ihrem Sohn gehe es mittlerweile ganz gut, im Gegensatz zu ihrem Freund. «Moe hatte heute Nacht wirklich sehr starkes Fieber und Schmerzen im ganzen Körper», schreibt Fiona. Sie selbst habe lediglich eine laufende Nase, Husten und Niesen – «ein recht harmloser Verlauf».

Doch am wichtigsten für Fiona: «Mein Würmchen im Bauch scheint auch okay zu sein.» Sie fühle es treten und kicken, was ihr ein sicheres Gefühl gebe. «Für mich war die Covid-Diagnose eigentlich nur wegen meiner Schwangerschaft ein riesengroßer Schock, da ich wirklich Angst um mein Baby habe», schrieb sie. Kein Wunder, bereits im April 2021 musste das Model einen tragischen Schicksalsschlag erleben: In der 18. Schwangerschaftswoche starb ihr Ungeborenes und sie musste es tot zur Welt bringen. Die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt ist daher groß. Doch wie gefährlich ist nun eine Corona-Infektion für die Schwangere?

Schwangere sind Risikogruppe

«Frauen im gebärfähigen Alter gehören zwar zu den niedrigsten Risikogruppen, durch die Schwangerschaft steigt aber das Risiko von Komplikationen und die Anzahl schwerer Verläufe und Todesfälle», sagt Thomas Eggimann, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe und Generalsekretär der SGGG gynécologie suisse, gegenüber 20 Minuten. Bei Ungeimpften sei es etwa doppelt so hoch wie bei Nicht-Schwangeren gleichen Alters. «Vor allem bei ungeimpften Schwangeren kann Corona tödlich verlaufen.»

Laut dem BAG gibt es mittlerweile einige Studien, die darauf hinweisen, dass eine Infektion des Babys während der Schwangerschaft mit dem neuen Coronavirus möglich ist, sollte sich die Mutter angesteckt haben. Dies würde aber eher selten passieren. Allerdings sei es laut Eggimann so, dass eine Infektion zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ein Risiko biete. «Wie bei allen Infektionen in der Schwangerschaft können Wachstumsverzögerungen auftreten», so der Mediziner. Daher lohne es sich, eine regelmäßige Kontrolle mit Ultraschall von Kind und Plazenta.

Impfung ab der zwölften Woche

Über etwaige Spätfolgen wisse man allerdings noch nicht viel, da die Krankheit recht neu sei. Was sich aber bereits jetzt zeige: Fehlbildungen scheinen kein Problem zu sein. Anders sei die Situation in Bezug auf Frühgeburten. «Problematisch ist es, wenn Schwangerschaften aufgrund mütterlicher schwerer Verläufe viel zu früh beendet werden müssen. Die Kinder leiden dann unter den Frühgeburtlichkeits-Folgen. Bei einer Infektion besteht generell ein erhöhtes Frühgeburtsrisiko», erklärt Eggimann weiter.

Doch kann eine Impfung Mutter und ihr Ungeborenes tatsächlich schützen? «Am letzten ISUOG (Internationale Gesellschaft für Ultraschall in Geburtshilfe und Gynäkologie) wurde über mehrere Zehntausend Fälle von Schwangeren mit Impfungen und Corona-Infekten berichtet. Das Fazit: Corona ist bei Ungeimpften 100-1000 Mal gefährlicher als die Impfung.» Empfohlen werde die Impfung erst nach zwölf Wochen, dasselbe gelte für den Booster. Eggimann habe selbst in den letzten zwei Jahren mehrere Frauen mit Impfung oder Corona in der Frühschwangerschaft betreut. «Bisher gab es keinen Anhaltspunkt für Fehlbildungen oder andere Probleme.»

(L'essentiel/Katrin Ofner)

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