Google-Knigge – Wie man nicht zum «Glasshole» wird

Publiziert

Google-KniggeWie man nicht zum «Glasshole» wird

Google sagt, wie man sich in der Öffentlichkeit nicht unbeliebt macht, wenn man eine Datenbrille auf der Nase trägt.

Der Internetriese weiß, dass ein guter Ruf schnell zunichte gemacht werden kann. So gibt er den Benutzern der Datenbrille Benimmregeln mit auf den Weg, damit sich diese in der Öffentlichkeit nicht unbeliebt machen, und auch um das Ansehen der Firma nicht zu ramponieren. Schließlich ist die smarte Brille ein Aushängeschild des Konzerns.

Filmt man beispielsweise ungefragt und unauffällig Personen in seiner Umgebung oder ist man in einem Gespräch abgelenkt, weil man gerade auf der Brille ein Video schaut, kann dies die Mitmenschen schon mal ärgern.

Vorerst besitzen nur zugelassene Tester eine Glass. Die Verhaltensregeln, die Google diese Woche veröffentlicht hat, richtet sich also erst an eine kleine Gruppe. Viele der Verhaltensregeln gelten auch für Smartphones und sollten für die meisten Nutzer eine Selbstverständlichkeit sein. Wer ungefragt und unauffällig ein Video dreht, wird auch mit dem Handy schräg angeschaut. Der Glass-Knigge kommt denn auch nicht von ungefähr. Bereits gibt es in den USA Restaurants und Bars, die das Tragen einer solchen Brille in ihrem Lokal verbieten wollen.

Datenschützer besorgt

Glass hat einen kleinen Bildschirm über dem rechten Auge und lässt sich mit Sprachbefehlen steuern. Mit der Brille kann man ins Internet gehen, sich Routen-Anweisungen anzeigen lassen oder seine E-Mails checken.

Die eingebaute Kamera löste bei Datenschützern Sorgen aus, weil man damit recht unauffällig Aufnahmen machen kann. Etliche Träger einer Google Glass wurden deswegen als «Glasshole» beschimpft.

Es gab auch schon erste Rechtsstreits. Eine Frau, der ein Strafzettel wegen Glass am Steuer drohte, kam aber glimpflich davon: Ein Richter sah es als nicht erwiesen an, dass sie die Datenbrille während der Fahrt auch eingeschaltet hatte.

(L´essentiel/ ray/sda)

Deine Meinung