Vor der Oekofoire – Wie ökologisch ist Öko?

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Vor der OekofoireWie ökologisch ist Öko?

LUXEMBURG – Die Oekofoire steht vor der Tür. Aber wie ökologisch vertretbar sind Bioprodukte tatsächlich?

Tausende Besucher auf der Ökomesse in Luxemburg: Der Boom ist riesig, aber wer schützt die Konsumenten vor Missbrauch?

Tausende Besucher auf der Ökomesse in Luxemburg: Der Boom ist riesig, aber wer schützt die Konsumenten vor Missbrauch?

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Bio-Fleisch, fair gehandelter Kaffee, umweltfreundliche Isoliermaterialien und so weiter und so fort: Von Freitag bis Sonntag preisen die Austeller der Oekofoire auf 14 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche der Luxexpo ihre Produkte an. Kann man einem solchen Boom aber trauen?

«Es gibt tatsächlich viele Produkte, die eher aus Marketing-Gründen als ökologisch beworben werden, aber es mangels eines anerkannten Labels nicht sein könnten», gibt Blanche Weber vom Mitveranstalter «Mouvement écologique» zu. «Wenn ein Produkt etwa als zu 98 Prozent biologisch abbaubar bezeichnet wird, dann muss man sich fragen, was das bedeutet. Dem Kunden sagt das überhaupt nichts», erklärt Blanche Weber.

Label-Pflicht auf der Messe

Wie jedes Jahr kämpfen sich die Organisatoren also durch tausende von Produkten, um zu überprüfen, ob sie den strengen Qualitätskriterien der Messe genügen. Richtlinien, die zudem jedes Jahr aufs Neue festgelegt werden: «Manchmal akzeptieren wir Produkte, bei denen Kompromisse eingegangen wurden, die aber einen reellen Fortschritt in einem Bereich bedeuten.»

Konkret werden offizielle Zertifikate der Produkte überprüft. Ein zeitaufwendiger Prozess, der mehr als dreißig Mitarbeiter beschäftigt. «Wir haben nicht die Ressourcen, selbst Kontrollen durchzuführen. Die Labels sind unser einziger Anhaltspunkt», gibt Blanche Weber zu, die gleichzeitig betont, dass nicht alle Labels als vertrauenswürdig eingestuft würden. Verlassen könne man sich jedoch auf sehr viele, wie etwa das europäische sowie die luxemburgischen Labels für Bio-Lebensmittel oder Transfair für den sozialverträglichen Handel.

(L'essentiel Online/Séverine Goffin)

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