Corona-Pandemie – Wie wird Omikron in Luxemburg überwacht?

Publiziert

Corona-PandemieWie wird Omikron in Luxemburg überwacht?

LUXEMBURG – Seit ihrer Entdeckung verbreitet sich die neue Corona-Variante auf der ganzen Welt. In Luxemburg sucht das LNS danach.

In den Nachbarstaaten Luxemburgs ist die Omikron-Variante bereits nachgewiesen worden.

In den Nachbarstaaten Luxemburgs ist die Omikron-Variante bereits nachgewiesen worden.

Editpress/Julien Garroy

Seitdem Südafrika am 24. November den ersten Fall offiziell gemeldet und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) alarmiert hat, hat die Omikron-Variante das Pandemiemanagement weltweit auf den Kopf gestellt. Neben Südafrika, wo die Variante bereits im November 70 Prozent der neuen Fälle ausmachte, verzeichneten auch die USA, Australien, Kanada oder Israel Fälle dieser hochansteckenden und besorgniserregenden Variante. Rund um Luxemburg sind Deutschland, Belgien und seit Donnerstag auch Frankreich betroffen. Das Laboratoire National de Santé (LNS), das als Referenz für Atemwegsinfektionen gilt und für die Sequenzierung der Corona-Abstriche zuständig ist, stellte am Donnerstag fest: «In Luxemburg wurden keine Fälle festgestellt, nur Delta-Fälle».

«Das LNS führt derzeit zusätzliche Sequenzierungen durch, um die Zirkulation des Virus in Echtzeit verfolgen zu können», erklärte das in Düdelingen ansässige Labor. Wie funktioniert das? Das LNS erhält positive Proben von Krankenhäusern und privaten Laboren und bevorzugt Proben von Krankenhauspatienten, Impfdurchbrüchen und Clustern mit vielen Ansteckungen. Innerhalb von 24 Stunden untersucht das LNS die Proben. Um ein repräsentatives Bild der zirkulierenden Varianten zu erhalten, kommen weitere Proben aus der Bevölkerung hinzu.

.
« Ähnliches klinisches Verhalten »

«Die bislang verfügbaren Informationen sind sehr begrenzt. Was die Auswirkungen von Omikron auf Geimpfte betrifft, so sind die Studien noch nicht abgeschlossen», so das LNS. Die vorläufigen Daten «deuten auf ein ähnliches klinisches Verhalten der Variante ohne ungewöhnliche Symptome hin». Das erleichtere die Erkennung.

Das Ziel ist es, die Übertragungsketten zu unterbrechen, sobald Omikron in Luxemburg angekommen ist. Generell ermögliche die Sequenzierung die Früherkennung jeder neu auftretenden Variante, «mit einer geschätzten Vorlaufzeit von sieben bis acht Wochen, bevor sie potenziell zur dominanten Variante wird», erklärt das Nationale Gesundheitslabor. Zwischen dem 22. und 28. November wurden 596 Proben von insgesamt 1444 neuen Fällen im Großherzogtum analysiert, die alle der Delta-Variante zugeordnet wurden.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

Deine Meinung