Vom Pech verfolgt – Windböe haut Andy um - Wiggins siegt

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Vom Pech verfolgtWindböe haut Andy um - Wiggins siegt

Erst schmerzte das Knie, dann brachte ihn eine Windböe zu Fall: Bei der Dauphiné-Rundfahrt lief es am Donnerstag für Andy Schleck bescheiden.

Andy Schleck mühte sich beim Zeitfahren ab. Wenig später stürzte er.

Andy Schleck mühte sich beim Zeitfahren ab. Wenig später stürzte er.

AFP

«Ich hatte einen guten Start, ich war auf den ersten zwölf Kilometern gut im Rennen. Dann hat eine Windböe mein Rad erfasst und ich bin zu Boden gefallen», erzählte Andy Schleck nach seiner Ankunft im Ziel. Der Luxemburger vom Team RadioShack-Nissan-Trek beendete das Zeitfahren zwsichen Villié-Morgon und Bourg-en-Bresse mit einem deutlichen Rückstand von mehr als zehn Minuten auf Gewinner Wiggins. Er landete damit auf Platz 164, im Gesamtklassement auf Rang 135.

Nach dem Sturz wechselte Schleck das Rad und konnt weiterfahren. «Aber ich habe wirklich alles verloren. Im Kopf und auch körperlich konnte ich keine aerodynamische Position mehr einnehmen. Ein harter Tag», kommentierte Andy Schleck. Weitere sechs Kilometer hinter der Unfallstelle hatte der Radprofi dann auch noch einen Platten.

«Wirkliches Pech»

«Morgen werde ich auf dem Rad nicht gerade super stark sein. In Joux-Plane am Samstag hoffe ich, unter den Ersten zu sein. Aber ich kann keine Wunder fabrizieren. Von Tag zu Tag fühle ich mich besser. Ich habe auf lange Sicht Vertrauen in mich. Ich habe wegen der Tour de France keine Bedenken», erklärte er.

Manager Johan Bruyneel bedauerte den Sturz: «Es ist schade, weil er wie ich denke gut gestartet war. Die Idee war, einen konstanten Leistungssprung zu machen, das Zeitfahren eher gegen sich selbst denn gegen die anderen zu fahren. Was passiert ist, ist wirkliches Pech.» Die Angst sei mitgefahren. Nach dem Sturz habe er sich über Schmerzen an der Hand und am Ellbogen beschwert. «Wir werden sehen, welche Verletzungen er davongetragen hat», sagte Bruyneel.

Bereits vor dem Zeitfahren hatte Schleck, der als einer der Favoriten für die Tour de France gilt, auf einem abgeschlagenen Platz gelegen. Am Mittwoch kam er auf den 118. Rang. Seine enttäuschenden Ergebnisse in den vergangenen Tagen begründete er mit Knieproblemen.

Wiggins gewinnt die Etappe

Den 53,3 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr gewann der Brite Bradley Wiggins und nahm dem zweitplatzierten Spezialisten Tony Martin 34 Sekunden ab. Damit baute der Mann im Gelben Trikot seinen Vorsprung an der Spitze des Gesamtklassements aus und steht vor seinem zweiten Dauphiné-Sieg in Serie. Die Entscheidung fällt am Sonntag.

Im Ziel war Wggins mit Abstand der Schnellste und konnte sich zum Schluss sogar noch schonen. Chancenlos beim Stelldichein der großen Zeitfahrer war Evans, der 1:43 Minuten auf Wiggins

4. Etappe/Einzelzeitfahren, Villié-Morgon - Bourg-en-Bresse (53,5 km):

1. Bradley Wiggins (Großbritannien) - Sky 1:03:12 Std.;
2. Tony Martin (Kreuzlingen/Schweiz) - Omega-Quick Step + 0:34 Min.;
3. Michael Rogers (Australien) - Sky + 1:11;
4. Wilco Keldermann (Niederlande) - Rabobank + 1:25;
5. Sylvain Chavanel (Frankreich) - Omega-Quick Step + 1:33;

Gesamtklassement

1. Bradley Wiggins (Großbritannien) - Sky 14:11:07 Std.;
2. Tony Martin (Kreuzlingen/Schweiz) - Omega-Quick Step + 0:38 Min.;
3. Michael Rogers (Australien) - Sky + 1:20;
4. Sylvain Chavanel (Frankreich) - Omega-Quick Step + 1:38;
5. Cadel Evans (Australien) - BMC + 1:44;

(L'essentiel Online/afp)

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