WM 2022: «Wir finden einen Weg an Bier zu kommen» – so reagieren Fans auf das Verbot

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WM 2022«Wir finden einen Weg an Bier zu kommen» – so reagieren Fans auf das Verbot

Kurz nach Bekanntgabe des Alkoholverbots in und um die WM-Stadien haben unsere Kollegen von «20 Minuten» bei den Fußball-Fans in Doha nachgefragt, wie sie zu den neuen Einschränkungen stehen.

von
Lucas Werder
(aus Doha)
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Trotz Lächeln ist diese Fan-Gruppe aus Argentinien etwas traurig über das Alkoholverbot.

Trotz Lächeln ist diese Fan-Gruppe aus Argentinien etwas traurig über das Alkoholverbot.

Lucas Werder
Virgilio Núñez aus Mexiko-Stadt findet es nicht so tragisch.

Virgilio Núñez aus Mexiko-Stadt findet es nicht so tragisch.

Lucas Werder
Nico Enrique Hermine und Florencia Canalez aus Argentinien sind zuversichtlich, sonst irgendwo an ein Bier zu kommen.

Nico Enrique Hermine und Florencia Canalez aus Argentinien sind zuversichtlich, sonst irgendwo an ein Bier zu kommen.

Lucas Werder

Kein Bier in den WM-Stadien! Zwei Tage vor Turnierstart hat Gastgeber Katar doch noch ein Verkaufsverbot von Bier in und um alle Stadien durchgesetzt und damit eine eigentlich mit der Fifa vereinbarte Aufweichung des Alkoholverbotes wieder gekippt. Nur noch in Fanzonen, VIP-Bereichen und einigen Hotels darf Alkohol ausgeschenkt werden.

Bei einigen Fußball-Fans, die am Freitag am Flughafen in Doha eintreffen, hat sich die Nachricht noch gar nicht herumgesprochen. So auch bei Richard Rees und Tony Munday, die aus Wales angereist sind. «Ich bin schon ein wenig enttäuscht», meint einer der beiden zum kurzfristig eingeführten Verbot.

Großer Ärger bei kanadischer Fangruppe

Für Virgilio Núñez aus Mexiko sind die neuen Regeln kein Problem. «Ein Freund aus Doha meinte, es gibt genug andere Ort, wo man ein Bier trinken kann. Im Stadion trinke ich nun halt Wasser.» Ins gleiche Horn blasen auch zwei argentinische Fans. «Wir finden einen Weg, wie wir irgendwo an Bier kommen», sagen Nico Enrique Hermine und Florencia Canalez. Eine Frauengruppe aus Buenos Aires meint dagegen: «Wir sind schon ein wenige traurig über diese Nachricht.»

Auch Carme Salleras aus Costa Rica erklärt: «Wenn ich die Wahl haben würde, hätte ich schon lieber Bier im Stadion.» Immerhin sei man an das Alkoholverbot aus Stadien im mittelamerikanischen Land gewöhnt, wie Begleiter René Montiel anfügt. «Trotzdem hat es mich überrascht, dass die Regeln so kurzfristig geändert wurden», sagt der Costa-Ricaner.

Richtig verärgert über das Alkoholverbot ist nur eine größere Fan-Gruppe aus Kanada. «Das ist eine fürchterliche Entscheidung. Bier gehört zur WM», findet Lee Kormish. «Das kann man doch nicht einfach zwei Tage vor WM-Start plötzlich verbieten.» Ein anderer Kanadier sagt, er habe die Nachricht zuerst für «Fake News» gehalten.

«Wir können wieder Bier trinken, wenn wir zurück in Wales sind»

Deutlich entspannter nimmt es eine dreiköpfige Reisegruppe aus Wales. «Unser Land hat 64 Jahre auf eine WM-Teilnahme gewartet», sagt Tim Lewis. «Wir können wieder Bier trinken, wenn wir zurück in Wales sind.»

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