Luxemburg-Stadt – «Wir haben das Stadion für die Menschen gebaut»
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Luxemburg-Stadt«Wir haben das Stadion für die Menschen gebaut»

LUXEMBURG – Am Tag nach der Einweihung des neuen Stadions haben rund 1500 Menschen einen Blick ins neue Stade de Luxembourg geworfen.

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26. September: Am Tag nach dem Eröffnungsabend wurden die Führungen durch das Stade de Luxembourg am Sonntagmorgen ab 9 Uhr im Sturm genommen.

26. September: Am Tag nach dem Eröffnungsabend wurden die Führungen durch das Stade de Luxembourg am Sonntagmorgen ab 9 Uhr im Sturm genommen.

Vincent Lescaut
Fast 1500 Personen hatten sich angemeldet, und für die ganztägigen Führungen, die in Zehnergruppen durchgeführt werden, gab es keine freien Plätze mehr.

Fast 1500 Personen hatten sich angemeldet, und für die ganztägigen Führungen, die in Zehnergruppen durchgeführt werden, gab es keine freien Plätze mehr.

Vincent Lescaut
...sondern auch die VIP-Bereiche (527 Plätze, darunter 27 Super-VIPs), die Catering-Küchen, die Umkleideräume, die Presseräume oder die Sprecherkabine.

...sondern auch die VIP-Bereiche (527 Plätze, darunter 27 Super-VIPs), die Catering-Küchen, die Umkleideräume, die Presseräume oder die Sprecherkabine.

Vincent Lescaut

Am Tag nach dem Eröffnungsabend wurden die Führungen durch das Stade de Luxembourg am Sonntagmorgen ab 9 Uhr im Sturm genommen. Fast 1500 Personen hatten sich angemeldet, und für die ganztägigen Führungen, die in Zehnergruppen durchgeführt werden, gab es keine freien Plätze mehr. «Ich bin glücklich, denn nach der Einweihung am Samstag wollten wir alle mit einbeziehen. Luxemburgerinnen und Luxemburger und alle Interessierten aus der Großregion», betonte Simone Beissel, Sportstadträtin der Hauptstadt. «Das neue Stadion wurde für den Sport gebaut, aber auch für die Menschen. Es ist unser Stadion für alle».

Die Besucher konnten auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Nicht nur die 9471 Sitzplätze des Stadions und das hochmoderne Spielfeld (halb Natur-, halb Kunstrasen), sondern auch die VIP-Bereiche (527 Plätze, darunter 27 Super-VIPs), die Catering-Küchen, die Umkleideräume, die Presseräume oder die Sprecherkabine. «Wir können die Bereiche hinter der Bühne und Orte sehen, an die wir normalerweise nicht herankommen», sagt Gérard aus Schüttringen. «Das Stadion ist weder zu groß noch zu klein. Das wird gut für Luxemburg sein. Josy-Barthel war ein bisschen alt, ein bisschen klein. Für das Bild von Luxemburg sah es ein bisschen schlecht aus.»

«Es ist kein Luxus, aber es hat alles, was man braucht.»»

Gerald aus Schengen überraschte seinen Sohn Marvin mit einem Besuch des Stadions am Sonntag. «Mein Sohn ist ein großer Fußballfan. Wir hoffen, dass er eines Tages hier spielen kann», sagte Gérald mit einem Augenzwinkern. Helina und Rui sind quasi als gute Nachbarn gekommen. «Wir arbeiten in einem Büro nebenan. Wir haben den gesamten Bauprozess gesehen und waren daher sehr gespannt auf das Innere», sagen die beiden, «jetzt können wir es kaum erwarten, hier ein Spiel zu sehen. Als Zuschauer fühlt man sich dem Spielfeld sehr nahe.»

Wer sich am Sonntag das Stadion bei einer Führung aus er Nähe gesehen, konnte viel erfahren: Nicht nur, dass der Bau des Stadions fast 77 Millionen Euro gekostet hat und jedes Jahr auch etwa 20 bis 25 Rugby- und Fußballspiele stattfinden sollen. Sieben Personen arbeiten dort in Vollzeit. «Im Prinzip dauert es zwei bis drei Wochen, bis sich das Spielfeld zwischen den Spielen erholt hat», erklärt Alex Goergen vom Sportamt der Stadt, einer der Begleiter des Tages.

Das Stadion ist außerdem mit Dutzenden von Sicherheitskameras ausgestattet, die im Falle einer Straftat aus 200 Metern Entfernung ein Passfoto für die Polizei erstellen können. «Alles ist gut gemacht. Die Größe ist verhältnismäßig. Das Stadion ist sehr einfach. Es ist nicht luxuriös, aber gut gestaltet», sagte Eva, eine Ungarin, deren Eltern zu Besuch im Großherzogtum waren und das Stadion ebenfalls besichtigen konnten.« So etwas sieht man nicht jeden Tag», sagte sie. «Der Besuch war interessant. Den Kindern hat es sehr gefallen, nicht nur das Spielfeld, sondern auch den Backstage-Bereich zu sehen», betonte Eva, die mit ihrer Familie aus Esch kam und fügte hinzu: «Es ist immer noch Luxemburg, wir haben nicht mit dem Münchner Stadion gerechnet! Es ist kein Luxus, aber es hat alles, was man braucht.»

(Nicolas Martin/ L'essentiel)

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