Schneider stellt klar – «Wir haben in Luxemburg keine Welle der Gewalt»

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Schneider stellt klar«Wir haben in Luxemburg keine Welle der Gewalt»

LUXEMBURG – Zwei CSV-Politiker wähnen eine Welle der Gewalt über das Großherzogtum hereinbrechen. Polizeiminister Étienne Schneider hält Zahlen dagegen.

Die Zahl der Raubüberfälle in Luxemburg ist konstant, teil Polizeiminister Étienne Schneider (LSAP) mit.

Die Zahl der Raubüberfälle in Luxemburg ist konstant, teil Polizeiminister Étienne Schneider (LSAP) mit.

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Léon Gloden und Laurent Mosar (CSV) haben Angst. Sie sehen das Großherzogtum einer «Welle der Gewalt» konfrontiert, «die sich im ganzen Land auszubreiten scheint». Zum Beleg ihres Gefühls nennen sie «Fälle willkürlicher Gewalt in der Hauptstadt und im Süden unseres Landes». Banden oft minderjähriger Jugendlicher attackierten völlig wahllos Passanten. In einer parlamentarischen Anfrage verlangten die beiden Oppositionellen daher von Étienne Schneider (LSAP), Minister für Innere Sicherheit, eine Stellungnahme.

In dieser nimmt Schneider, auch zuständig für das Polizeiwesen, den Christsozialen den Wind aus den Segeln. Man könne nicht von einzelnen Raubüberfällen auf eine «Welle der Gewalt» schließen. Denn ein Blick in die Zahlen zeige, dass die Zahl solcher Straftaten kaum variiere. In diesem Jahr seien 290 Anzeigen bei der Police Grand-Ducale eingegangen, im selben Zeitraum des vergangenen Jahres 280.

Außerdem weist Schneider in seinem Antwortschreiben darauf hin, dass auf die Begrifflichkeiten Acht gegeben werden müsse. «Ziel aller Angriffe, auf die sich in der parlamentarischen Anfrage bezogen wird, war Diebstahl.» Insofern könne von «willkürlicher Gewalt» keine Rede sein.

(jw/pw/L'essentiel)

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