Schneefall – «Wir können nicht dauernd überall sein»

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Schneefall«Wir können nicht dauernd überall sein»

LUXEMBURG - Viele Berufstätige kamen am Montagmorgen zu spät zur Arbeit. Waren die Straßen ordentlich geräumt? Ja, sagt die Straßenbauverwaltung.

«Wir waren wie bei Schneefall üblich im Einsatz», sagte der Chefingenieur beim Straßenverkehrsamt am Montag auf Anfrage von «L'essentiel online». «Wir können aber nicht zur gleichen Zeit überall sein». Der Schneeräumdienst sei gut vorbereitet gewesen. Carlo Bintz vom «Centre d'intervention et entretien des autoroutes» sagte: «Es lief alles ordnungsgemäß ab. Wir haben die Straßen ab 4 Uhr am Morgen, noch vor dem Schneefall, gestreut. Während der Rushhour können wir nichts machen. Wir müssen damit warten, unsere Räumfahrzeuge einzusetzen, bis der Verkehr wieder flüssiger läuft.» 16 Einsatzfahrzeuge haben rund 80 Tonnen Salz auf den 140 luxemburgischen Autobahn-Kilometern gestreut.

Der Weg zum Büro hat dennoch für viele am heutigen Morgen länger gedauert als gewohnt. «Es geht auf den Straßen langsam voran», sagte Roland Kalte vom Automobil Club Luxemburg am Morgen. Einige Unfälle, unter anderem auf der Route d’Echternach in Graulinster, hätten sich am Morgen ereignet. Dort sei ein Auto gegen einen LKW geprallt. An der Stelle sei mit Stau zu rechnen.

Auf der belgischen E411 kam es ab Habay bis zur luxemburgischen Grenze zu einem 22 Kilometer langen Stau.

Findel zeitweise gesperrt

Auf dem Findel wurde die Landebahn am Morgen zweitweise gesperrt, um Schnee zu räumen. Mehrere Flüge, unter anderem nach München und Kopenhagen, fielen aus. Zahlreiche Flugreisende mussten sich auf Verspätungen einstellen.

Bei der luxemburgischen Bahn gab es nach CFL-Angaben keine Behinderungen wegen des Schnees. Verspätungen seien nicht auf den Niederschlag zurückzuführen. Eine Ausnahme bildet der TGV. «Wenn es viel schneit, kann der TGV aus Sicherheitsgründen nicht bei 320 Studenkilometern fahren», sagt Pressesprecherin Béartrice Hartmann. «Die TGVs haben daher eine Verspätung von 10 bis 15 Minuten.»

Am Nachmittag soll der Schneefall nachlassen. Nach einer Pause am Dienstag ist allerdings wieder am Mittwochmorgen mit schneebedeckten Straßen zu rechnen.

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(L'essentiel online)

Wie sieht's im Ausland aus?

In Saarbrücken, Völklingen und Saarlouis wurde der Busverkehr stark eingeschränkt, in Metz und Forbach gar eingestellt. Auf den Straßen ging es langsam voran. Zwei Stunden von Thionville nach Differdingen oder von Saarbrücken nach Luxemburg waren keine Seltenheit. In den Departements Vendée und Maas fuhren Schulbusse nicht. Lastwagen dürfen die Autobahn A31 zwischen Richemont und der luxemburgischen Grenze nicht befahren. Gleiches gilt für die A30 und die Nationalstraße RN52 zwischen Richemont und der belgischen Grenze.

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