«Sécurité Routière» – «Wir müssen unser Fahrverhalten anpassen»
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«Sécurité Routière»«Wir müssen unser Fahrverhalten anpassen»

LUXEMBURG – Angesichts der tödlichen Unfälle in den vergangenen Tagen ist Isabelle Medinger vom Verein «Sécurité Routière» alarmiert und erinnert an wichtige Verhaltensweisen.

Nach drei tödlichen Unfällen in kurzer Zeit stellt der Verein «Sécurité Routière» Fragen zur Verkehrssicherheit.

Nach drei tödlichen Unfällen in kurzer Zeit stellt der Verein «Sécurité Routière» Fragen zur Verkehrssicherheit.

Der Verein «Sécurité Routière» ist nach drei tödlichen Unfällen in weniger als einer Woche und täglich zahlreicher Verletzter im Großherzogtum alarmiert.« Wir haben wirklich den Eindruck, dass diese Unfälle zunehmen», sagt Isabelle Medinger, Direktorin der «Sécurité Routière». Obwohl sich seit Anfang 2021 statistisch gesehen weniger tödliche Unfälle ereignet hätten. «Aber in so kurzer Zeit ist klar, dass es viel ist», sagt sie.

«Wir kennen die genauen Umstände der drei jüngsten tödlichen Unfälle nicht», sagt Isabelle Medinger, «aber wir können festhalten, dass zwei der Verstorbenen aus ihren Fahrzeugen geschleudert wurden.» Was kaum möglich sei, wenn die Opfer angeschnallt wären. Fragen zur Einhaltung der Gurtpflicht seien demnach ebenso angebracht wie die üblichen Fragen zu Alkohol und Geschwindigkeit im Straßenverkehr.

«Leider ist es immer frustrierend, wenn man immer erst dann über Prävention spricht»

Allerdings kommen zur Frage der Verkehrssicherheit noch weitere Faktoren hinzu: So ist die Ablenkung durch Bildschirme in vielen Nachbarländern inzwischen die zweithäufigste Unfallursache – noch vor Alkohol. «Die Nutzung des Smartphones während des Fahrens ist wie die Augen am Steuer zu schließen», sagt André Schaack, Oberkommissar der Verkehrspolizei. Vor nicht allzu langer Zeit wurden Mobiltelefone nur zum Telefonieren benutzt. «Heutzutage hat sich Nutzung der Smartphones – wie etwa durch die sozialen Netzwerke weiterentwickelt, was äußerst gefährlich ist», sagt er.

So ist es kaum verwunderlich, wenn die Rufe nach einer neuen Präventionskampagne lauter werden. Wenn man in der Prävention tätig sei, erklärt Isabelle Medinger, könne man nach drei dramatischen Ereignissen in weniger als einer Woche nicht plötzlich reagieren. «Leider ist es immer frustrierend, wenn man immer erst dann über Prävention spricht, wenn man sieht, dass sie nicht funktioniert hat.» Ihrer Ansicht nach hätten die verschiedenen Beschränkungen und Maßnahmen während der Pandemie bestimmte Impulse auf der Straße ausgelöst. «Da monatelang weniger Menschen auf den Straßen unterwegs waren, haben sich einige Menschen angewöhnt, schneller zu fahren», sagt sie, «jetzt sind wir wieder in der Normalität angekommen und müssen unser Fahrverhalten anpassen.»

(Frédéric Lambert/ L’essentiel )

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