In Luxemburg – «Wir sind noch weit entfernt von einer Mega-Fusion»

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In Luxemburg«Wir sind noch weit entfernt von einer Mega-Fusion»

REMICH – Eine Fusion der Gemeinden Bous, Stadtbredimus, Remich und Waldbredimus wird erwogen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Zumal Remich für sich stehen könnte.

Die Gemeinde Remich besitze sowohl die Größe als auch die Mittel, um aus eigenem Antrieb heraus zu wachsen, so der Bürgermeister Jacques Sitz.

Die Gemeinde Remich besitze sowohl die Größe als auch die Mittel, um aus eigenem Antrieb heraus zu wachsen, so der Bürgermeister Jacques Sitz.

Mehr als 8000 Einwohner würde sie zählen – 8286 sogar, wenn man nach der letzten Volkszählung vom 1. Januar geht – die Gemeinde, die entstehen würde, wenn Remich (3645 Einwohner), Stadtbredimus (1904), Bous (1621) und Waldbredimus (1116) fusionierten. Damit wäre sie die größte Gemeinde entlang der luxemburgischen Mosel.

Aber auch wenn die Kommunalvertreter Remichs am Freitag zustimmten, mit den drei Nachbargemeinden in erste Verhandlungen zu treten, wird vorerst nichts passieren. «Wir werden mit den Nachbarn in Kontakt treten, aber lassen Sie mich ganz klar sagen: Wir sind noch weit entfernt von einer Mega-Fusion», erklärt der Bürgermeister von Remich, Jacques Sitz. Nichts werde ohne vorherige Rücksprache mit den Einwohnern geschehen. «Wir werden jetzt nichts überstürzen», betonte das Mitglied der Liberalen.

Zwar würden die vier Gemeinden auf interkommunaler Ebene bereits gut zusammenarbeiten – sowohl auf Vereinsebene, als auch bei Arbeiten zur Infrastruktur. Dennoch weist Sitz darauf hin, dass seine Gemeinde über die Größe als auch die Mittel verfügt, aus eigenen Kapazitäten heraus zu wachsen. Sollte man sich über eine Fusion einig werden, würde diese voraussichtlich nicht vor den Kommunalwahlen 2023 stattfinden.


(Patrick Théry/L'essentiel)

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