Unfall in Fentingen – «Wir stießen gerade an, als Nathalie zusammenbrach»

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Unfall in Fentingen«Wir stießen gerade an, als Nathalie zusammenbrach»

FENTINGEN - Eine Frau wurde wahrscheinlich durch ein Jagdprojektil schwer verletzt. Eine Zeuge erzählt von dem schrecklichen Erlebnis.

Samstagnachmittag gegen 17.30 Uhr: Nathalie sitzt mit Freunden auf ihrer Terrasse, als das Unfassbare geschieht. «Wir saßen zusammen auf der Terrasse in Fentingen, tranken gerade etwas, als wir zwei Schüsse und ein Pfeifen hörten. Sekunden später ist Nathalie zusammengebrochen, mit blutüberströmter Wange», erzählt Friso, ein Bekannter des Opfers. Der 47-jährige Belgier war Zeuge, als eine verirrte Kugel die Frau im Gesicht traf und schwer verletzte. Er steht immer noch unter Schock.

Die sechs Freunde wollten zum Oktoberfest nach Alzingen. Unweit dieses «Treffens von alten Schulfreunden», fand zur gleichen Zeit im Wald eine Jagd statt. «Als die Polizisten eintrafen, haben sie sofort einen Zusammenhang gesehen», sagt Friso. Waffen und Munition wurden sofort beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft bleibt vorsichtig. «Wir haben noch keine weiteren Informationen über das Projektil. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Alles was ich zu diesem Zeitpunkt sagen kann ist, dass ein Jagdunfall eine der Hypothesen ist», erklärt Henri Eippers, Sprecher der Justizverwaltung.

«Es war ein riesiges Loch, man hat eine große Kugel aus ihrer Wange geholt», erzählt Friso. Er ist sich sicher, dass es ein Jagdunfall war. Die in Belgien wohnende Nathalie liegt in der Uniklinik von Louvain. Ihr rechter Kiefer ist gebrochen und mehrere Zähne sind in Mitleidenschaft gezogen. Sie ist am Sonntagvormittag bereits operiert worden. Laut Friso werden «noch mehrere Operationen nötig sein». Sie wird auf jeden Fall noch einige Wochen im Krankenhaus verbringen und sie ist für drei Monate krank geschrieben.

(Fatima Rougi/L'essentiel)

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