Romain Thillman – «Wir wissen nicht, ob François noch lebt»

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Romain Thillman«Wir wissen nicht, ob François noch lebt»

Einen Monat, nachdem François Thillman spurlos verschwunden ist, lässt seine Familie nichts unversucht, um die Recherchen in Frankreich voranzutreiben.

«L’essentiel»: Was wissen Sie über den Stand der bisherigen Ermittlungen?
Romain Thillman: Ich melde mich alle zwei Tage bei den französischen Behörden, der Polizei und der Staatsanwaltschaft in Créteil. Zur Stunde wissen wir nur, dass das letzte Lebenszeichen von François am 11. Dezember um 4 Uhr morgens vernommen wurde, als er an der Haustür eines Freundes geklingelt hat. Seitdem nichts mehr. Wir wissen nicht, ob er noch lebt. Und diese Unsicherheit nährt unser Leiden.

Auf Facebook machen ebenfalls viele mobil...
Für mich war das bisher sicher kein übliches Kommunikationsmittel. Aber ich muss zugeben, dass das soziale Netzwerk eine große Unterstützung ist, sowohl, was die Luxemburger Gemeinschaft in Paris und Umgebung betrifft, wie für das Großherzogtum selbst. Auch von seiner Universität beteiligen sich viele an der Suche. François bereitet ein Master II in bildender Kunst vor.

Warum haben Sie eine Belohnung von 5 000 Euro ausgesetzt?
Man soll mich bitte nicht wegen dieser Prämie verurteilen. Wenn das Geld jemanden bewegen kann, eine Aussage zu machen, die hilft François wiederzufinden, muss man es eben versuchen. Mein Sohn hat keinen Grund abzutauchen. Er hatte Pläne, freute sich auf die Feiern zum Jahresende und hatte einen Job in Berlin in Aussicht. Unter solchen Umständen verschwindet man nicht so einfach.

(Patrick Jacquemot)

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Tel.: 0033 / (0)7 – 60 62 69 04 oder 00352 / 621 549 753

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