Online-Wörterbuch: «Wir wollen die luxemburgische Sprache lebendiger machen»
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Online-Wörterbuch«Wir wollen die luxemburgische Sprache lebendiger machen»

LUXEMBURG – Die neue Version des «Lëtzebuerger Online Dictionnaire» soll zur Förderung der luxemburgischen Sprache beitragen.

von
Joseph Gaulier
Mehr als 2500 Personen loggen sich täglich in das «LOD» ein.

Mehr als 2500 Personen loggen sich täglich in das «LOD» ein.

«Die neue Version des Lëtzebuerger Online Dictionnaire (LOD) besteht nicht nur aus einem neuen Design, sondern sie bietet auch neue Funktionen», versichert Alexandre Ecker, Lexikograf am «Zenter fir d’Lëtzebuerger Sprooch» (ZLS). Die Website, welche vom Bildungsministerium entwickelt wurde, nahm am Montag neue Gestalt an. «Zunächst musste sie für Mobilgeräte optimiert werden. Sie war für Handynutzer nicht praktisch, obwohl dies mehr als die Hälfte des Datenverkehrs ausmacht», so der Wörterbuchspezialist.

Vor allem aber ermöglicht die Website spezifischere Suchanfragen: so kann man «zum Beispiel nur nach Tier- oder Gemüsenamen oder nicht vulgären Wörtern suchen», so Alexandre Ecker weiter. Bei falscher Schreibweise eines Wortes, hilft die Suchleiste nach, indem sie die nächstgelegenen Definitionen vorschlägt. Auch Deklinationstabellen sind auf der Website zu finden. Neben den Übersetzungen in vier Sprachen bietet das LOD auch Videos in Gebärdensprache an. Durch dieses Tool soll die luxemburgische Sprache «thematisiert und lebendiger gemacht werden», erklärt Bildungsminister Claude Meisch. «Das LOD kann ein Vermittler der luxemburgischen Sprache und Kultur sein», so Luc Marteling, Direktor des ZLS.

Das «Lëtzebuerger Online Dictionnaire» wurde 2007 entwickelt und hat in den letzten Jahren immer mehr Zuwachs erfahren. Laut dem Direktor des ZLS nutzen mittlerweile täglich mehr als 2500 Personen die Website. Mehr als zehn Millionen Artikel wurden im letzten Jahr aufgerufen. «Dieser Erfolg zeigt ein Interesse an der Sprache», so Luc Marteling. Das Tool wird zwar mehrheitlich von Ausländern genutzt, die sich mit Übersetzungen schwer tun, aber nicht nur: «Ich muss zugeben, dass ich es manchmal auch benutze, um ein Wort nachzuschlagen», beichtet Marteling. Auch Claude Meisch stimmt dem zu: «Natürlich benutze ich es auch. Um meine Tweets auf Luxemburgisch zu schreiben, zu überprüfen ob ich die Rechtschreibregeln einhalte oder um Synonyme zu finden».

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