Zusammenlegung – Wird aus Leopard und RadioShack ein Team?

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ZusammenlegungWird aus Leopard und RadioShack ein Team?

LUXEMBURG – Nur ein Gerücht oder die Geburt eines neuen Radsportteams? Der Luxemburger Rennstall LeopardTrek und RadioShack sollen über eine Fusion verhandeln.

27 Fahrer stehen bei LeopardTrek unter Vertrag.

27 Fahrer stehen bei LeopardTrek unter Vertrag.

L'essentiel

Offenbar wird über eine Zusammenlegung der Schleck-Mannschaft Leopard Trek mit dem amerikanischen Team von Legende Lance Armstrong, RadioShack, verhandelt. Am Rande der Colorado-Rundfahrt sorgen die angeblichen Gespräche für Furore, wie die französische Sportzeitung «L'Équipe» am Montagmorgen berichtet. Unterdessen ist unklar, ob es sich lediglich um ein Gerücht handelt oder um die bevorstehende Geburt eines neuen Rennstalls.

«Wegen anhaltender finanzieller Schwierigkeiten sollen die Verantwortlichen von Leopard mit ihrem amerikanischen Partner Trek (Anm d Red: Fahrradhersteller), der ebenfalls die amerikanische Mannschaft RadioShack ausstattet, vereinbart haben, Kontakt mit Johann Bruyneel aufzunehmen», schreibt «L’Équipe». Der belgische Manager, der die Karriere von US-Star Lance Armstrong begleitete, wird heute auf der Vuelta erwartet. Bruyneel hatte stets verkündet, die Mannschaft RadioShack-Nissan solle unter diesem Namen bis 2013 bestehen. Gegen eine Zusammenlegung mit RadioShack oder gar eine Übernahme von Leopard Trek spricht kaum etwas, sollte sich Geldgeber Flavio Becca dafür aussprechen.

Zu viele Fahrer

Beim Luxemburger Team soll außerdem ein Personalwechsel bevorstehen, wie «L’Equipe» schreibt. So soll Manager Bryan Nygaard den Rennstall zum Ende der Saison verlassen wollen. Das Luxemburger Team hat derzeit 27 Fahrer unter Vertrag. Für RadioShack fahren 17 Profis. Das wären 16 zu viel für ein Team, da der Radsport-Weltverband UCI nur maximal 28 Fahrer pro Mannschaft zulässt. Eine Trennung würde die Teams teuer zu stehen kommen. Zu teuer? Zudem haben die beiden RadioShack-Fahrer Rast und Hermans erst vor kurzem bei Leopard Trek unterschrieben.

Die Schleck-Brüder Andy und Fränk sind über mögliche Verhandlungen nicht informiert, wie sie am Rande der Colorado-Rundfahrt gegenüber «L’Equipe» äußerten. «Das wäre etwas ganz Neues. Darüber habe ich nichts gehört», kommentierte Fränk Schleck die Gerüchte. Wahr oder nicht – eine mögliche Annäherung zwischen Leopard und Shack sorgt für Furore im Radgeschäft. Zumal es sich nicht um die erste Äußerung dieser Art handelt: Im Juli hieß es noch, US-Star Lance Armstrong könne Sportdirektor der luxemburgischen Mannschaft werden.

Denis Berche/L’essentiel Online

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