Neue Gewohnheit – Wirst du nach Corona noch Hände schütteln?

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Neue GewohnheitWirst du nach Corona noch Hände schütteln?

Wegen Sars-CoV-2 ändern viele Menschen ihr Leben. So will etwa die Hälfte der Briten auf Handshakes und Begrüßungsküsschen verzichten.

Bis vor einigen Monaten galt das Zurückweisen einer ausgestreckten Hand noch als unhöflich. Doch dann breitete sich das neuartige Coronavirus immer weiter aus und sogar die Regierung Luxemburgs empfahl offiziell, das Händeschütteln zu vermeiden. Dies zumindest so lange, wie Sars-CoV-2 eine Bedrohung darstellt.

Deutlich konkreter sind da bereits die Vorstellungen der Briten. Wie Thesun.co.uk schreibt, hat die Befragung von 2000 Erwachsenen im Land ergeben, dass rund die Hälfte niemals wieder Händeschütteln will. Drei von fünf Personen wollen auch darauf verzichten, Freunde mit Umarmungen und Küssen zu begrüßen.

«Nie wieder Hände schütteln»

Anthony Fauci, Direktor des amerikanischen National Institute of Allergy and Infectious Diseases, dürfte dies gutheißen. Bereits Anfang April sagte er während einer Pressekonferenz im Weißen Haus: «Um ehrlich zu sein sollten wir uns nie wieder die Hände schütteln. Es würde nicht nur dabei helfen, das Virus zu verhindern, sondern auch das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, drastisch senken.»

Und nicht nur das. Nach Angaben der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) werden bis zu 80 Prozent der ansteckenden Krankheiten über unsere Hände übertragen.

Heikle Begrüßungsküsschen

Dorothea Herb, Expertin für Krankenhaushygiene, hält es für möglich, dass auch nach der Covid-19-Pandemie «in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen generell auf das Händeschütteln verzichtet werden könne.» Sicher sei auf jeden Fall, dass weiterhin auf eine gute Handhygiene Wert gelegt werde: «Gründliches Händewaschen vor oder nach dem Händeschütteln stellt eine sichere Maßnahme dar, um eine Übertragung von Krankheitskeimen zu vermeiden.»

Wie die Menschen in Luxemburg künftig mit Begrüßungsritualen umgehen werden, wird sich zeigen. Zwar gäbe es bereits Alternativen wie den Ellenbogengruß. Doch ob sich diese neuen Begrüßungsformen durchsetzen können, werden wir in spätestens ein paar Jahren sehen.

Ungeachtet dessen empfiehlt Herb bei Begrüßungsküsschen besondere Vorsicht walten zu lassen: «Wenn die andere Person immungeschwächt oder krank ist, sollte man unter Umständen davon absehen.» Dies vor allem, wenn man selbst erkältet sei.

(L'essentiel)

Der Handschlag? Ein altes Gut!

Bereits in der Antike gaben sich Menschen die Hand. Darauf lassen zumindest Darstellungen auf Grabplatten, an Tempeln oder auf alten Vasen der Römer schließen. Die Griechen waren indes davon überzeugt, dass Hades, der Herrscher über die Unterwelt, jeden Neuankömmling persönlich mit Handschlag begrüsste. Wo dieser Brauch seinen Ursprung hat, ist nicht endgültig geklärt. Als am wahrscheinlichsten gilt, dass man seinem Gegenüber durch das Entgegenstrecken der offenen Handflächen zeigte, dass man ungewaffnet sei und entsprechend in Frieden kommt. (Bild: iStock)

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