Virtuelle Demonstration: WM-Proteste finden nun auch im Metaverse statt

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Virtuelle DemonstrationWM-Proteste finden nun auch im Metaverse statt

In Katar werden Proteste von den Sicherheitskräften des Landes an der WM fast unmöglich gemacht. Eine Organisation führt die Demonstrationen nun woanders weiter: Im Fifa-Server des öffentlichen Metaverse-Online-Spiels «Roblox». 

von
Riccardo Castellano
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Hier demonstrierten Aktivistinnen und Aktivisten gegen die WM. 

Hier demonstrierten Aktivistinnen und Aktivisten gegen die WM. 

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Es handelt sich um die virtuelle Metaverse-Welt im Spiel «Roblox». 

Es handelt sich um die virtuelle Metaverse-Welt im Spiel «Roblox». 

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Die «Fifa World» ist eine offizielle von Fifa erstellte Welt, in der sich Spielerinnen und Spieler sammeln und Gegenstände erspielen können.

Die «Fifa World» ist eine offizielle von Fifa erstellte Welt, in der sich Spielerinnen und Spieler sammeln und Gegenstände erspielen können.

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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 ist wohl die umstrittenste aller Zeiten. Proteste zu Arbeitsbedingungen in Katar rund um die WM und homophobe Aussagen vom WM-Botschafter sorgen für großen Tumult. Während die Proteste in Katar zunehmen, wenn auch eingeschränkt aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen, hat eine Organisation die Demonstrationen auch virtuell weitergeführt. Und zwar im Online-Spiel «Roblox».

Diese Aktion organisiert hat die internationale Menschenrechtsorganisation «All Out». Die Metaverse-Welten in «Roblox» können auch von den Spielern selber kreiert werden. Fifa hat dort zur Feier der WM die «Fifa World» erschaffen. Dort können Spielerinnen und Spieler Fußball spielen, virtuelle Trikots gewinnen und mit der Community über die WM plaudern.

Ein Buchstabe für jeden Protestierenden

«All Out» organisierte dort bereits den ersten Protest.  Die Avatare der Aktivisten und Aktivistinnen sammelten sich im Zentrum der «Fifa World», alle mit einem Buchstaben auf ihren virtuellen T-Shirt, welche dann gemeinsam in der Reihe aufgestellt einen Satz ergeben: «FIFA: UNPLAY THE HATE». So konnten sie verhindern, vom System verbannt zu werden.

Sie rufen nun auf: «Jeder und jede kann als Einzelperson oder Gruppe in der Fifa-Welt demonstrieren gehen». Dafür bieten sie allen Interessierten auf ihrer Webseite  die nötigen Mittel an und beschreiben, wie die virtuelle Demo genau funktioniert. Die T-Shirts stellen sie ebenfalls zur Verfügung. 

Bisher ist es die erste Protest-Aktion im Virtuellen zur WM. Die letzte soll es laut den Organisationen nicht sein.

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