Wohnen in Luxemburg – Wohnungsbau ist größte Sorge der Luxemburger
Publiziert

Wohnen in LuxemburgWohnungsbau ist größte Sorge der Luxemburger

LUXEMBURG – Die Wohnungssituation wird von den Luxemburgern als das größte Problem im Großherzogtum genannt, so die jüngste Eurobarometer-Umfrage.

Yuriko Backes, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Luxemburg, und Tommy Klein von TNS Ilres.

Yuriko Backes, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Luxemburg, und Tommy Klein von TNS Ilres.

Fehlende Wohnungen sind nach Ansicht der Bürger das größte Problem in Luxemburg. Zu diesem Ergebnis kam die Eurobarometer-Umfrage 2018, deren Ergebnisse am Mittwochmorgen von der Vertretern der Europäischen Kommission in Luxemburg vorgelegt wurden.

So bleibt – wie schon 2017 – der Wohnungsbau für 56 Prozent der Befragten mit Abstand die Hauptsorge. «Während mehr als 84 Prozent der Luxemburger ihr eigenes Haus besitzen (Statec-Daten 2013), muss man daraus schließen, dass das Problem hauptsächlich sehr junge Menschen und Ausländer betrifft», sagt Tommy Klein vom Meinungsforschungsinstitut TNS Ilres, der die Studie in Luxemburg durchgeführt hat. Der Wohnungsbau wird doppelt so oft genannt wie die anderen drei wichtigsten Anliegen in Luxemburg, nämlich Inflation (29 Prozent), das Bildungssystem (18 Prozent) sowie Umwelt-, Klima- und Energiefragen (18 Prozent). Die Einwanderung (14 Prozent) belegt den fünften Platz.

Trotz der Probleme blicken die meisten Bewohner optimistisch in die Zukunft. 91 Prozent freuen sich über die gute wirtschaftliche Lage und immerhin noch 62 Prozent der Einwohner denken, dass Luxemburg auf dem richtigen Weg ist.
Auf europäischer Ebene sieht das anders aus. Hier geben beispielsweise 47 Prozent der Befragten an, dass die Dinge in der EU nicht in die richtige Richtung gehen. Um diesen relativen Pessimismus zu erklären, weist Yuriko Backes, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Luxemburg, darauf hin, dass «die EU sich noch von einer Wirtschafts- und Finanzkrise am erholt, deren Folgen noch heute zu spüren sind. Es ist legitim, sich um seine Zukunft zu sorgen. Wir müssen jedoch weiterhin auf europäischer Ebene zusammenarbeiten, denn in vielen Fragen (Wirtschaft, Umwelt, Verteidigung) haben wir auf nationaler Ebene weder die Antworten noch die Mittel».

(ol/L'essentiel)

Deine Meinung