Bundesliga-Spieplan – Wolfsburg startet gegen Meister Bayern

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Bundesliga-SpieplanWolfsburg startet gegen Meister Bayern

40 Tage nach dem Saisonende wirft die 52. Spielzeit der Fußball-Bundesliga ihre Schatten voraus. DFL-Geschäftsführer Rettig plädierte für den Videobeweis.

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig macht sich für elektronische Hilfsmittel stark.

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig macht sich für elektronische Hilfsmittel stark.

DPA

Der ambitionierte VfL Wolfsburg ist der erste Herausforderer von Pep Guardiolas Meister- und Pokalsieger-Team FC Bayern. Am 22. August (20.30 Uhr/ARD und Sky) empfangen die Münchner zum Auftakt der 52. Bundesliga-Saison die Fußball-Mannschaft aus der VW-Stadt zum Auftaktduell. «Das wird nicht einfach, das ist fußballerisch eine gute Mannschaft. Die haben sich letzte Saison weiterentwickelt und Transfers von hoher Qualität getätigt», sagte Münchens Nationalspieler Toni Kroos per Videozuspiel aus dem fernen Brasilien bei der Präsentation des neuen Spielplans für die Bundesliga und 2. Bundesliga durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Dienstag in Frankfurt am Main.

Münchens Sportvorstand Matthias Sammer freut sich auf Wolfsburg. «Wir bekommen einen hochattraktiven, starken Gegner.» Das sieht man in Niedersachsen ein wenig anders. Zum fünften Mal in Serie muss der VfL zum Saisonstart reisen. «Man startet immer gern mit einem Erfolgserlebnis, aber das ist ja auch bei den Bayern nicht ausgeschlossen», kommentierte VfL-Sportchef Klaus Allofs. «Über die sportliche Seite müssen wir nicht reden. Das ist eine schwierige Aufgabe. Bayern München war in der vergangenen Saison das herausragende Team. Schauen wir mal, wie es jetzt läuft.»

Rettig will elektronische Hilfen

Eindeutig bekannte sich Geschäftsführer Andreas Rettig für die DFL zu elektronischen Hilfen im Fußball. «Die DFL ist grundsätzlich offen für technische Neuerungen. Die Gerechtigkeit macht nicht bei der Frage halt, ob der Ball hinter der Linie war oder nicht. Das betrifft fünf Prozent, 95 Prozent der strittigen Entscheidungen sind anderer Art», erklärte Rettig. Er plädierte für den Videobeweis, den FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ins Spiel gebracht hatte.

«Wir sind an dem Thema seit geraumer Zeit dran. Wenn der Videobeweis umsetzbar ist, ohne den Charakter des Spiels zu verändern, wird das von uns ausdrücklich unterstützt», betonte der DFL-Geschäftsführer. Die bei der WM in Brasilien erprobte Torlinientechnik wurde von der Bundesliga und der 2. Liga abgelehnt, soll aber im Dezember bei der nächsten Tagung der Profi-Clubs wieder ein Thema sein.

Dortmund gegen Leverkusen

Erst einmal werden die Schiedsrichter allein für die Entscheidungen auf dem Platz und Gesprächsstoff an den Stammtischen sorgen. Vielleicht schon in Dortmund beim Westderby gegen Bayer Leverkusen. «Das ist ein Superspiel, gleich ein echtes Highlight», meinte Bayer-Sportchef Rudi Völler.

In Hannover muss sich Champions-League-Teilnehmer Schalke 04 präsentieren. Danach reisen die Niedersachsen nach Mainz, während Schalke die Bayern erwartet. «Ein attraktiver Start in die neue Saison. Der Auftakt mit zwei Spielen gegen Europapokal-Teilnehmer ist eine besondere Herausforderung», sagte Präsident Martin Kind.

Aufsteiger zufrieden

Zufriedenheit über den Auftakt herrschte auch bei Rückkehrer und Aufsteiger 1. FC Köln und Neuling SC Paderborn. Beide beginnen im eigenen Haus - Köln gegen den HSV und Paderborn gegen Mainz 05. «Ich bin froh, dass wir das erste Spiel zu Hause haben. Es ist einfach schön, wenn man als Aufsteiger mit einem Heimspiel beginnt», erklärte Kölns Trainer Peter Stöger. Genauso sieht es auch André Breitenreiter aus Paderborn. «Mainz hat zuletzt eine überragende Saison gespielt. Am interessantesten ist es für unserer Mittelfeldspieler Mario Vrancic, der früher in Mainz gespielt hat», meinte der frühere Profi.

Stöger bereitet Köln auf eine schwierige Saison vor. «Es wird nicht viele Spiele geben, in die wir als Favorit gehen. Der HSV wird keine leichte Aufgabe für uns sein. Dass wir nach dem Auftakt zweimal hintereinander auswärts spielen, ist nicht unbedingt leicht, aber ich freue mich auf jede einzelne Partie.» Auch HSV-Trainer Mirko Slomka bekundete Respekt: «Die beiden Aufsteiger werden sicher voller Euphorie und mit starker Physis in die Saison gehen. Wir werden die kommenden sieben Wochen optimal nutzen, um uns auf den Auftakt und den weiteren Herausforderungen vorzubereiten.»

2. Liga startet früher

Die 2. Bundesliga wird für drei Wochen die Fußball-Schlagzeilen beherrschen, denn der Saisonstart erfolgt bereits am 1. August mit der Partie der ehemaligen Bundesligisten Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Braunschweig. Heimspiele hält der Spielplan für die drei Neulinge parat. Zum 40. Geburtstag der 2. Liga empfängt Gründungsmitglied Darmstadt 98 den SV Sandhausen. Der 1. FC Heidenheim trifft auf den FSV Frankfurt, RB Leipzig spielt gegen den VfR Aalen, Darmstadt 98 empfängt den SV Sandhausen.

Seit März hatte die DFL nach eigenen Angaben an den Spielplänen gefeilt. Abgesehen von den Eröffnungspartien müssen die genauen Anstoßzeiten noch festgelegt werden. Fest steht, dass die Bundesliga am 22. August beginnt, am Wochenende vor Weihnachten in die Winterpause geht und am 30. Januar in die Rückrunde startet. Der 34. und letzte Spieltag ist für den 23. Mai angesetzt.

(L'essentiel/dpa)

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