Pilot, Clown, Archäologe – Wovon Obdachlose träumen

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Pilot, Clown, ArchäologeWovon Obdachlose träumen

Ein Fotograf aus San Francisco zeigt Obdachlose in Berufen, die sie gern ausgeübt hätten – und hofft, die Gesellschaft ein wenig zu verbessern.

Das Leben kann sehr hart und unfair zu Menschen sein. Und selbst in reichen Ländern, wo soziale Auffangnetze existieren, fallen immer wieder Menschen durch die Maschen. Solchen Menschen hat sich der in San Francisco lebende Fotograf Horia Manolache angenommen. In einer Porträtserie zeigt er Obdachlose, einmal als diese von der Gesellschaft vergessenen Menschen und einmal in ihrem Traumberuf. Entstanden sind Bilder, die tief hinter die Fassaden dieser Personen blicken lassen. Da stehen plötzlich Ärzte, Archäologen, Piloten oder Clowns.

Manolache sagt über sein Projekt zu 20 Minuten: «Ich versuche, im Leben immer hinter die Oberfläche der Dinge zu blicken. In diesem Fall wollte ich zeigen, dass diese scheinbar gesichtslosen Menschen Persönlichkeiten mit einer Geschichte und mit Träumen sind.» Nun sammelt er über die Crowdfunding-Plattform indiegogo.com Geld, um die Bilder als Buch zu publizieren.

«Ich hoffe, ich kann mit diesem Projekt das Bild von Obdachlosen in den USA etwas verbessern», sagt der Fotograf. Menschen seien so komplex und es gebe immer verschiedene Gründe, warum jemand ist, wie er ist.

(L'essentiel)

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