Elektrotechnik – Wunderkind Laurent (9) beendet sein Studium

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ElektrotechnikWunderkind Laurent (9) beendet sein Studium

Mit acht Jahren machte er Abitur, nun beendet Laurent Simons sein Studium: Der Junge wird schon jetzt mit Albert Einstein verglichen.

Seit Sommer 2018 studiert Laurent das Fach Elektrotechnik an der technischen Uni im niederländischen Eindhoven. Schon die Schulzeit in Belgien hatte der hochbegabte Junge mit einem IQ von 145 im Rekordtempo durchlaufen. Nun steht der Junge, der in Belgien und den Niederlanden aufwuchs, kurz vor der Bachelor-Prüfung

Der Kleine wird schon jetzt mit dem Astrophysiker Stephen Hawking und Nobelpreisträger Albert Einstein verglichen. Laurent möchte «Dinge wissen». Vor allem Technik und Naturwissenschaften haben es ihm angetan. Aber nicht alles macht Spaß, gibt er zu. Zum Beispiel fand er Sprachunterricht nicht so geil. «Da musste ich so viele Bücher lesen, Romane – und die lese ich nicht so gerne.»

Eigenen Microchip entwickelt

Laurent will nicht, dass man ihn für altklug oder gar überheblich hält. Er sieht sich nur als ungeduldig, weil er blitzschnell lernt. Das Pensum, für das andere Studenten acht Wochen brauchen, schafft er locker in einer Woche. An der Uni bekommt er Einzelunterricht. Den Stoff nimmt er dann zu Hause selbstständig durch. Am Freitag sind Prüfungen. «Es ist ein Abenteuer», sagt sein Professor Peter Baltus. «Aber es macht wahnsinnigen Spaß». Er ist zwar kluge Studenten gewohnt. «Aber Laurent ist echt mindestens dreimal so klug.»

Manchmal vergisst Baltus, dass sein Super-Student noch ein Kind ist. Einmal, so erinnert er sich, konnte Laurent im Labor ein Kabel nicht abziehen. «Er war einfach nicht stark genug.» Zum Abschluss des Studiums entwickelt Laurent einen Mikro-Chip, um Reaktionen von Gehirnzellen zu messen. Auf dem Gebiet will er gerne weiter forschen. «Ich will etwas entwickeln, dass das Leben verlängern kann, künstliche Organe zum Beispiel.

Eltern legen Arbeit aufs Eis

Das Kind hat das Leben seiner Eltern ziemlich auf den Kopf gestellt, sagt Papa Alexander. «Wir fahren jetzt ein elektrisches Auto und keinen alten Diesel mehr.» Die Familie fliegt auch nicht mehr so oft ins Ferienhaus nach Spanien. Für Laurent ist das OK: «Irgendwann wird es eine technische Lösung geben für den Klimawandel», sagt er dem deutschen ZDF. «Wir sollten viel mehr investieren in die Forschung und Technik.»

Möglicherweise wird Laurent künftig in den USA oder in Deutschland weiter studieren. Zurzeit wird ein individuelles Promotions-Programm für ihn geschneidert. Die Eltern haben vorerst ihre Arbeit als Zahnärzte auf Eis gelegt. Dreimal in der Woche fahren sie mit Laurent von Amsterdam nach Eindhoven, jeweils fast zwei Auto-Stunden. Sie wollen, dass er ungestört lernen kann, aber auch, dass er nicht zu sehr vereinnahmt wird. Schließlich ist Laurent noch ein fast ganz normaler Neunjähriger, der mit seinen Hunden Sammy und Joe spielt und Filme auf Netflix anschaut.

(L'essentiel/heute )

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