Finanzplatz – Wurde Luxemburg Opfer eines Cyber-Angriffs?
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FinanzplatzWurde Luxemburg Opfer eines Cyber-Angriffs?

LUXEMBURG – Hacker haben Millionen von Euro bei Banken auf der ganzen Welt gestohlen. Auch Geldhäuser im Großherzogtum könnten sie geplündert haben.

Eine luxemburgische Bank ist möglicherweise von Hackern angegriffen worden.

Eine luxemburgische Bank ist möglicherweise von Hackern angegriffen worden.

Mindestens eine Bank mit Sitz in Luxemburg könnte von der Welle von Cyber-Attacken, die seit 2013 auf der ganzen Welt tobt, betroffen sein. Das Computer Incident Response Center Luxembourg (CIRCL), dass für den Umgang mit Sicherheitsrisiken und Zwischenfällen im Großherzogtum zuständig ist, hat einen Bericht des Cyber-Sicherheitsunternehmens Kaspersky unter die Lupe genommen. Und dort gibt es auch einen Eintrag für Luxemburg.

«Wir haben keine Bestätigung über die Identität der möglicherweise betroffenen Bank», sagt Alexander Dulauny, Sicherheitsexperte beim CIRCL. «Es kann sich auch um einen Fehler handeln.» Die Malware Carbanak hat vor allem russischen Banken bereits Verluste in Höhe von 300 bis 1000 Millionen Euro gebracht. Das Virus installiert sich über den Computer eines Bankangestellten über eine «Phishing»-E-Mail. Dem Mitarbeiter wird ein Dokument vorgetäuscht – tatsächlich gewährt er den Hackern mit dem Herunterladen Zugriff auf das Banksystem.

Das Virus ermöglicht es den Hackern, den Computer des Bankmitarbeiters komplett fernzusteuern. Die Hacker können damit die auch auf Bankautomaten zugreifen: Die beginnen Geld auszuspucken, während ein Komplize davor wartet und nur die Scheine einsammeln muss. Ein Geldinstitut hat auf diese Weise 7,3 Millionen Dollar verloren. Die Hacker haben aber auch diffizilere Methoden entwickelt, die Banken um Geld zu erleichtert: Sie können Geld abzweigen und die Transaktionen vollkommen normal erscheinen lassen.

(L'essentiel)

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