In Deutschland – Zahl der Arbeitslosen steigt auf 2,661 Millionen

Publiziert

In DeutschlandZahl der Arbeitslosen steigt auf 2,661 Millionen

Im Sommer steigt die Arbeitslosigkeit stets an. So auch in diesem Jahr. Ohne diesen jahreszeitlichen Effekt ging die Zahl der Jobsucher in Deutschland dagegen zurück.

Eine Frau betritt am 28.07.2016 in Hamburg eine Agentur f�r Arbeit. Die Arbeitsagentur Hamburg ver�ffentlicht die Arbeitsmarktzahlen f�r Juli 2016 am 28.07.2016. Foto: Axel Heimken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Eine Frau betritt am 28.07.2016 in Hamburg eine Agentur f�r Arbeit. Die Arbeitsagentur Hamburg ver�ffentlicht die Arbeitsmarktzahlen f�r Juli 2016 am 28.07.2016. Foto: Axel Heimken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

DPA/Axel Heimken

Zum Anfang der jährlichen Sommerpause ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf 2,661 Millionen gestiegen. Im Juli waren 47.000 mehr Menschen ohne Job als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen dagegen um 112.000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 6,0 Prozent.

Saisonaler Effekt

«Der Arbeitsmarkt hat sich im Juli gut entwickelt», sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Mit der einsetzenden Sommerpause sei die Zahl der erwerbslosen Menschen zwar gestiegen – denn viele Schulabgänger melden sich nun vorübergehend arbeitslos und zahlreiche Betriebe warten mit Neueinstellungen bis nach den Ferien.

Saisonbereinigt sei die Zahl der Arbeitslosen dagegen zurückgegangen, sagte Weise. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl sank im Vergleich zum Juni um mehr als 7000 auf etwa 2,682 Millionen Menschen. In West- und Ostdeutschland war der Rückgang in etwa gleich stark.

Im Saarland ist die Arbeitslosigkeit im Juli ebenfalls leicht gestiegen. Rund 37.300 Menschen waren als erwerbslos gemeldet. Das waren 200 oder 0,5 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,2 Prozent – ebenso wie im Juni 2016 und im Juli vergangenen Jahres.

Luxemburg und Frankreich zum Vergleich

Selbes Bild in Rheinland-Pfalz: Dort waren im Juli rund 110.200 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 3100 oder 2,9 Prozent mehr als im Vormonat, im Vorjahresvergleich aber 1300 Arbeitslose oder 1,1 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote stieg im Juli im Vergleich zum Vormonat von 4,9 Prozent auf 5,0 Prozent. Ein Jahr lag sie bei 5,1 Prozent.

Zum Vergleich: In Luxemburg sank die Zahl der Arbeitslosen im Juni auf den niedrigsten Stand seit 2012. Die Adem gibt stets saisonbereinigte Quoten an, diese betrug zuletzt 6,5 Prozent. In Frankreich war die Zahl der Menschen ohne Job im selben Monat gestiegen. Arbeitslosenquoten veröffentlicht das zuständige Ministerium aber nicht.

(pw/L'essentiel/dpa)

Erklärung:

Während die Adem für Luxemburg stets saisonbereinigte Arbeitslosenquoten bekanntgibt, kommuniziert die deutsche Bundesagentur für Arbeit Brutto-Quoten. Um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden in der obigen Grafik nur saisonbereinigte Quoten dargestellt. Diese weichen für Deutschland, Rheinland-Pfalz und das Saarland von denen im Text genannten Quoten ab.

Deine Meinung