Jahresbericht 2021: Zahl der Arbeitsunfälle nähert sich in Luxemburg wieder Vor-Corona-Niveau

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Jahresbericht 2021Zahl der Arbeitsunfälle nähert sich in Luxemburg wieder Vor-Corona-Niveau

LUXEMBURG – Die Unfallversicherungsanstalt (AAA) hat die Arbeits- und Wegeunfälle des vergangenen Jahres beziffert und mit 2020 und 2019 verglichen. Das sind die Ergebnisse.

AAA

Dass die Arbeitsbedingungen in der Corona-Pandemie die Anzahl der Arbeits- und Wegeunfälle im Großherzogtum beeinflussen, hat der Jahresbericht der Unfallversicherungsanstalt nun auch für das vergangene Jahr gezeigt. Im Vergleich zum stark Lockdown- und Homeoffice-geprägten Jahr 2020, ist die Zahl der gemeldeten Unfälle im vergangenen Jahr angestiegen. Jedoch ist sie immer noch niedriger als im Jahr 2019.

«Im vergangenen Jahr gab es mehr Unfälle als 2020, weil auch mehr Menschen in Luxemburg arbeiteten», erklärt die AAA. Im Jahr 2020 waren im Großherzogtum 453.434 Menschen berufstätig. Dagegen waren es 2021 schon 469.166 gewesen. Allerdings wurden 2021 15 Prozent weniger Arbeitsunfälle und 29 Prozent weniger Wegeunfälle gezählt als im Jahr 2019, in dem Homeoffice noch kein großes Thema gewesen ist.

Anzahl der Arbeits- und Wegeunfälle 2019 bis 2021

Besonders auffällig ist dabei die Zahl der Todesfälle. Zehn Tote hatte die luxemburgische Arbeitswelt im vergangenen Jahr zu beklagen. Sieben Menschen sind bei Arbeitsunfällen umgekommen und drei durch die Folgen von Berufskrankheiten. 2020 waren waren es mit insgesamt 19 Toten fast doppelt so viele. Im Jahr 2020 wurden 16 Tote gezählt. «Dieser Unterschied kommt durch die Wegeunfälle zustande», so die AAA. Auf dem Weg zur Arbeit ist im vergangenen Jahr niemand tödlich verunglückt. 2020 gab es dabei jedoch neun Tote und 2019 waren es vier. Die Zahl der Berufskrankheiten ist seit 2019 bis 2021 kontinuierlich angestiegen (+88,2%). «Das ist ein heftiger Anstieg. Der kommt dadurch zustande, dass sich so viele Berufstätige auf der Arbeit mit Covid infiziert haben», erklärt die AAA.

(jw)

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