Hochwasser in Großregion – Zahl der Flutopfer in Rheinland-Pfalz steigt weiter

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Hochwasser in GroßregionZahl der Flutopfer in Rheinland-Pfalz steigt weiter

AHRWEILER – Todesopfer werden nun 132 gezählt. Und der Hochwasser-Katastrophenregion in Rheinland-Pfalz drohen neue Starkregenfälle. Die Einsatzkräfte bereiten sich vor.

21.07.2021, Rheinland-Pfalz, Marienthal: Ein Haus ist nach dem Hochwasser vollkommen aufgerissen. Die Flut hat auch hier zahlreiche Häuser zerstört. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

21.07.2021, Rheinland-Pfalz, Marienthal: Ein Haus ist nach dem Hochwasser vollkommen aufgerissen. Die Flut hat auch hier zahlreiche Häuser zerstört. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Thomas Frey

In der Katastrophenregion in Rheinland-Pfalz bereiten sich Bewohner und Helfer auf vorhergesagte Regenfälle vor. Die ganz großen Niederschlagsmengen werden derzeit aber nicht erwartet. «Ich habe im Augenblick keine Hinweise darauf, dass Wassermengen drohen wie das der Fall gewesen ist», sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Freitag in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Man beobachte die Meldesituation «ganz, ganz aufmerksam», ergänzte er. Rückzugsmöglichkeiten für die Bevölkerung seien ebenso vorbereitet wie mögliche Lautsprecherdurchsagen für Warnungen.

Die Zahl der Todesopfer in der Region kletterte weiter auf nunmehr 132, das waren vier mehr als am Vortag. Vermisst wurden den Angaben zufolge noch 149 Personen, 766 Menschen mit Verletzungen wurden behandelt. Die Polizei wird die Suche nach Vermissten bis auf weiteres fortsetzen, betonte Lewentz. «Wir haben uns fest vorgenommen, alles dafür zu tun, dass wir den Menschen Gewissheit über ihre Angehörigen geben können.» Jeder Fall werde akribisch abgearbeitet.

(L'essentiel/dpa)

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