Einknick im März – Zahl der Grenzgänger wächst langsamer

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Einknick im MärzZahl der Grenzgänger wächst langsamer

LUXEMBURG – Die Coronavirus-Krise hat das Wachstum der Angestelltenbeschäftigung im ersten Quartal 2020 in fast allen Bereichen verlangsamt.

Die Zahl der Grenzgänger stieg im ersten Quartal nur langsam.

Die Zahl der Grenzgänger stieg im ersten Quartal nur langsam.

Die Zahl der Grenzpendler ist von Januar bis März im Vergleich zum letzten Quartal 2019 nur um 0,2 Prozent gestiegen, so die am Freitag von Statec veröffentlichten Zahlen. Von Oktober bis Dezember 2019 betrug der Anstieg noch ein Prozent. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg der Grenzgänger-Beschäftigung Anfang 2020 ungefähr 3,3 Prozent, nachdem die Zahl im Vorquartal noch bei +4,5 Prozent lag. Ende 2019 zählte Statec 200.823 Grenzgänger, von denen 105.814 aus Frankreich kamen. Deutschland liegt mit 47.512 Pendlern knapp vor Belgien (47.498). «Die Zahl der Grenzpendler aus Frankreich und Belgien stagnierte im ersten Quartal fast. Der Zustrom neuer Arbeitskräfte aus Deutschland stieg hingegen leicht (+0,7 Prozent)», so das Statistikinstitut.

Die Grenzgänger machen 45,9 Prozent der Gesamtbeschäftigung in Luxemburg aus. Insgesamt arbeiten 437.180 Menschen im Land. Das sind 0,2 Prozent mehr Beschäftigte als im letzten Quartal 2019 und ein Anstieg von 2,9 Prozent im Jahresvergleich. Die Zahl der ansässigen Arbeitnehmer stieg in einem Quartal um 0,4 Prozent und im Jahresvergleich um 2,6 Prozent. Lediglich 115.927 der Erwerbstätigen haben die luxemburgische Staatsbürgerschaft (+ 0,7 Prozent im Quartals-, + 2,7 Prozent im Jahresvergleich). Damit stellen die Luxemburger lediglich 25,6 Prozent der Arbeitnehmer im Land.

Insgesamt hat die Entwicklung der Beschäftigung im Land bereits im ersten Quartal unter der langsam startenden Corona-Krise gelitten, was vor allem in den Zahlen vom März deutlich wird, so Statec. Insbesondere die Aktivitäten der Zeitarbeitsfirmen sind innerhalb eines Jahres um 24,6 Prozent eingebrochen. Der Verwaltung und dem öffentlichen Dienst geht es nach wie vor gut, mit einem Beschäftigungszuwachs von 4,9 Prozent innerhalb eines Jahres, was insbesondere den Beamten, der Zentralverwaltung und den sozialen Maßnahmen zu verdanken ist. Auch im Baugewerbe ist ein starker Anstieg um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, insbesondere bei Hochbau- und Zimmererarbeiten.

(L'essentiel)

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