Luxemburg – Zahl der Kinder im Krankenhaus «steigt leicht»
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LuxemburgZahl der Kinder im Krankenhaus «steigt leicht»

LUXEMBURG – Mit der Ausbreitung der Omikron-Variante steigt auch die Zahl der Kinder und Säuglinge in den Krankenhäusern. Die Situation sei aber nicht nicht alarmierend.

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Kindern ist in Luxemburg leicht angestiegen.

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Kindern ist in Luxemburg leicht angestiegen.

In Luxemburg wurde ein «leichter Anstieg» der Krankenhauseinweisungen von Kindern und Säuglingen festgestellt, was dem Trend in anderen europäischen Ländern entspricht, wie die Regierung in einer parlamentarischen Antwort am Dienstag mitteilte. Die CSV war besorgt über diese Dynamik, die mit der Verbreitung der Omikron-Variante einhergeht, und verwies auf das Beispiel Großbritanniens.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert sieht jedoch keinen Grund zur Panik:« Es gibt derzeit keine ernsthaften Komplikationen und nichts sagt aus, dass die Omikron-Variante ernster ist, insbesondere für Säuglinge». Laut einer europäischen Studie, an der Luxemburg beteiligt war, mussten nur 1,2 Prozent der infizierten Kinder ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Anteil der Kinder, die auf der Intensivstation behandelt werden mussten, war mit 0,08 Prozent verschwindend gering. In diesem zusammenhang bleibt festzuhalten, dass im Großherzogtum seit Beginn der Pandemie kein Kind oder Baby an dem Coronavirus gestorben ist.

«Keine strengeren Maßnahmen» in Kindergärten und Schulen

Das Virus, das mit Omikron-Variante infektiöser geworden ist, zirkuliert hingegen sehr häufig unter Kindern. Da Kinder weniger geimpft sind (die Impfung ist erst ab fünf Jahren erlaubt) und weniger geneigt sind, die Schutzmaßnahmen zu befolgen, sind die Inzidenzraten bei ihnen besonders hoch (4224 Fälle pro 100.000 Einwohner bei den 0- bis 14-Jährigen). Krankenhauseinweisungen sind zwar selten, aber wohl das Ergebnis eines starken Anstiegs der absoluten Fallzahl bei Kindern.

Vor diesem Hintergrund plant die Regierung «keine strengeren Maßnahmen» in Kindergärten und Schulen, sondern fordert Erwachsene dazu auf, sich so schnell wie möglich impfen und «boostern» zu lassen, um das Risiko einer Übertragung auf die Jüngsten zu verringern. Das Gesundheitsprotokoll sieht Tests und Quarantäne für Kinder vor, um die Ausbreitung des Virus innerhalb der Einrichtungen zu begrenzen. Das Tragen einer Maske ist für Kinder unter zwei Jahren verboten und für Kinder unter sechs Jahren nicht empfohlen.

Der andere von der CSV angesprochene Grund zur Besorgnis betrifft Long Covid, insbesondere «PIMS» (Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome), ein postvirales Entzündungssyndrom, das bei einigen Kindern oft einige Wochen nach einer Corona-Infektion auftritt – und eine dringende Krankenhauseinweisung erfordert. In Luxemburg wurde ein Pilotprojekt zur «multidisziplinären Behandlung von Long Covid» gestartet. Die gesammelten Daten beziehen sich jedoch nicht auf Kinder.

(th/L'essentiel)

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