Coronavirus in Luxemburg: Zahl der Neuinfektionen steigt in einer Woche um 40 Prozent
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Coronavirus in LuxemburgZahl der Neuinfektionen steigt in einer Woche um 40 Prozent

LUXEMBURG - Fast 4000 Personen wurden in der Woche vom 13. bis 19. Juni positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen stieg um das Zweieinhalbfache.

In der Woche von 13. bis zum 19. Juni sind im Großherzogtum 3985 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das geht aus dem neusten Wochenbericht des Gesundheitsministeriums hervor. Im betrachteten Zeitraum stieg die Zahl der Fälle im Vergleich zur Vorwoche (2824 Fälle) um 41 Prozent. Die Zahl der durchgeführten PCR-Tests ist im Wochenvergleich von 9289 auf 11.336 nach oben gegangen, die Positivrate um fast fünf Prozentpunkte auf 35,1 Prozent.

Gleichzeitig stiegen auch die Krankenhauseinweisungen wieder an, blieben aber weit hinter den Spitzenwerten der Pandemie zurück: 15 Einweisungen in die Normalpflege, gegenüber 6 in der Vorwoche. Intensivmedizinisch wurden zwei Covid-19-Patienten behandelt. Darüber hinaus sind zwei Patienten an den Folgen einer Infektion gestorben. Während das Durchschnittsalter der Infizierten 38,9 Jahre betrug, waren die hospitalisierten Personen im Durchschnitt 51 Jahre und die Verstorbenen 81 Jahre alt.

Familie bleibt die Hauptinfektionsquelle

Die Inzidenzrate des Virus steigt jedoch in allen Altersgruppen. Der stärkste Anstieg erfolgte bei den 75-Jährigen und Älteren (+82 Prozent), vor den 0- bis 14-Jährigen (+73 Prozent). Auf nationaler Ebene ist die Inzidenzrate in der vergangenen Woche von 438 auf 617 Fälle pro 100.000 Einwohner gewachsen. Trotz des starken Anstiegs zirkuliert das Virus bei den älteren Menschen weiterhin am wenigsten (454 Fälle/100.000). Die höchste Inzidenzrate war bei den 30- bis 44-Jährigen zu verzeichnen (958).

Die meisten Menschen infizieren sich weiterhin in der Familie (33 Prozent der Fälle), vor dem Bildungssystem (11 Prozent), Auslandsreisen (9 Prozent), der Arbeit (7 Prozent) und der Freizeit (6 Prozent). In 28 Prozent der Fälle ist die Infektionsquelle unbekannt.

Darüber hinaus wurden in der vergangenen Woche 1560 Impfstoffdosen verabreicht, darunter 74 erste Dosen. 847 Menschen erhielten ihre zweite Booster-Impfung. Insgesamt sind landesweit 78,8 Prozent der Bevölkerung ab 5 Jahren geimpft, was 473.785 Personen entspricht. Das Impfzentrum in Limpertsberg schließt ab dem 2. Juli vorübergehend. Alternativen sind auf der Website impfen.lu aufgeführt.

(jw/L'essentiel)

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