Propaganda-Video – Zehnjähriger exekutiert für den IS zwei Männer

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Propaganda-VideoZehnjähriger exekutiert für den IS zwei Männer

Dass die Terrormiliz «Islamischer Staat» Kinder instrumentalisiert, ist bekannt. Neu ist, dass ein Zehnjähriger gefilmt wird, wie er Hinrichtungen vornimmt.

«Ich werde es sein, der dich eines Tages schlachtet, Kufr! (Ungläubiger, Anm. d. Red.)» Hasserfüllte Worte – aus dem Mund eines Zehnjährigen. Schlimmer noch, der Junge macht seine Drohung wahr: In einem Video, das die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf einem ihrer Propaganda-Kanäle veröffentlicht hat, ist der Bub zu sehen, wie er zwei Gefangene mit einer automatischen Pistole hinrichtet.

Es ist eine Szene, die an den blutrünstigen US-Streifen «Pulp Fiction» erinnert: Die Aufnahme beginnt mit einem «Geständnis» der Todgeweihten, dann liest ein IS-Kämpfer aus dem Koran vor. Schließlich tritt der Junge, der Abdullah heißen soll, vor und erschießt die Wehrlosen, die auf dem Boden knien und vor Todesangst zittern. Nachdem sie zu Boden gefallen sind, beendet der Junge in grünen Militärhosen und einem schwarzen Pullover sein Werk: Er schießt beiden Männer in den Hinterkopf.

Zahlreiche russischsprachige IS-Kämpfer

Die beiden Hingerichteten sollen «russische Spione» sein, heißt es in dem Hinrichtungsfilm. Ob die Aufnahmen echt sind, kann von unabhängiger Seite nicht verifiziert werden. Der IS soll den Zehnjährigen bereits in früheren Propagandastreifen eingesetzt haben. Etwa in einem Rekrutierungsvideo aus einem Ausbildungscamp für junge kasachische Dschihadisten.

Die beiden hingerichteten Männer gehören dem großen Kontingent der russischsprachigen IS-Kämpfer aus Tschetschenien, Dagestan oder Kasachstan an. Sie tragen, das wird aus dem Video ersichtlich, die Kampfnamen Mamayev Jambulat and Ashimov Sergey Nicolayevich und «gestehen», für den russischen Geheimdienst FSB zu arbeiten. Jambulat gibt an, dass er den Auftrag hatte, heimlich den Computer eines IS-Mitkämpfers zu infiltrieren. Und Nicolayevich erklärt, er hätte den Aufenthaltsort eines IS-Kommandanten ermitteln und diesen dann umbringen sollen. Beide Männer «geben zu», Geld für Informationen über russische Kämpfer in den IS-Reihen erhalten zu haben.

Der IS rekrutiert gerne Kinder für seine Zwecke. Aus den Gebieten, die vom IS in Syrien und im Irak unterworfen werden, werden die Kinder indoktriniert und danach in der Handhabung mit Waffen geschult. Dass Kinder im Namen des IS gefilmt werden, wie sie selbst Exekutionen ausführen, ist gemäß britischem Telegraph neu.

(L'essentiel/gux)

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