Hervorragende Bilanz – Zidane ist auch als Trainer weltmeisterlich

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Hervorragende BilanzZidane ist auch als Trainer weltmeisterlich

Zinédine Zidane ist seit 50 Spielen Trainer von Real Madrid. Mit den Königlichen hat der französische Weltmeister erst zweimal verloren.

Zizou, König der Welt: Es ist das Jahr 1998, Frankreich wird zum ersten Mal Weltmeister, und das im eigenen Land. Getragen hat das Team vor allem einer: der geniale Zinédine Zidane. Er bekräftigte seine starken Leistungen mit zwei Kopftoren im Finale, in dem Les Bleus die Brasilianer mit 3:0 abschossen.

Etwas weniger als 18 Jahre später übernimmt der damals 43-Jährige im Januar 2016 als Trainer das große Real Madrid. Doch was würde der ehemals geniale Fußballer als Coach erreichen können? In seinem Leistungsausweis taucht zuvor nur die zweite Mannschaft der Königlichen auf. Zidane betreut Real Madrid Castilla als Cheftrainer während 41 Spielen, dann wird der wenig erfolgreiche Rafael Benitez nach nur einem halben Jahr entlassen, Real-Präsident Florentino Perez macht den Weg für den Franzosen frei.

Clubrekord eingestellt

Dieser beginnt seinen Amtsantritt mit den Königlichen mit zwei komfortablen Siegen in der heimischen Liga – 5:0 gegen Deportivo La Coruña und 5:1 gegen Sporting Gijón. Zwar kann Zizou mit Real die spanische Meisterschaft nicht mehr gewinnen, Barcelona macht das Rennen. Aber Ende Mai gewinnt Madrid zum elften Mal die Champions League. Die erfolgreiche Trainerkarriere des Zinédine Zidane hat begonnen.

Mittlerweile hat er mit seinem Team um Superstar Cristiano Ronaldo wettbewerbsübergreifend seit 34 Partien nicht mehr verloren, letzter Schritt ist das 2:2 gegen Borussia Dortmund in der Champions League. Damit ist der clubinterne Rekord aus der Saison 1988/89 eingestellt.

Nur zwei Niederlagen bisher

Zidanes Bilanz mit dem millionenschweren Team Reals lässt sich mehr als sehen: In 50 Spielen gewann er 38-mal, spielte zehnmal Remis und verlor nur zwei Partien. Beide Niederlagen kassierte Madrid noch in der vergangenen Saison – einmal in der Liga gegen Stadtrivale Atlético (0:1), einmal in der Champions League gegen Wolfsburg (0:2).

Es stellt sich die Frage: Wie viel von Reals Erfolg ist Zidanes Verdienst? Kann man mit einem Team mit so vielen genialen Spielern überhaupt keinen Erfolg haben? Ja, man kann. Vorgemacht hat es Benitez, der die Mannschaft nicht erreichte und vergeblich versuchte, ihr seine Doktrin aufzuzwingen.

Zidane ist ein Diplomat

Zidane hingegen bleibt stets diplomatisch. Der Franzose überlässt seinen Spielern den Platz im Scheinwerferlicht, verliert dabei aber nie den Respekt seiner Mannen. Erfolgreich zeigten das vor Zidane bereits Vicente Del Bosque oder Carlo Ancelotti, die beide mit Madrid erfolgreich waren.

Hilfe bekam Zidane auch von den Verantwortlichen im Club, die sich im Sommer entschieden, keine großen Transfers zu tätigen und damit das Team umzustellen. So fand sich die Mannschaft immer besser und spielt aktuell einen attraktiven Offensiv-Fußball, der in erster Linie auf Superstar Ronaldo und in zweiter Instanz auf seinen legitimen Nachfolger Gareth Bale ausgelegt ist.

(L'essentiel/hua)

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