Gut für den Geldbeutel: Zimmer für Zimmer – so lässt sich Energie sparen
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Gut für den GeldbeutelZimmer für Zimmer – so lässt sich Energie sparen

Licht aus, Stoßlüften, Kühlschrank zu: Selten war Energiesparen so dringend nötig. Mit einigen Tricks lässt sich der Verbrauch aber senken.

Beim Duschen kann man nicht nur Wasser, sondern auch Energie sparen.

Beim Duschen kann man nicht nur Wasser, sondern auch Energie sparen.

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Das Badezimmer

120 Liter Wasser laufen im Schnitt in eine Badewanne. Wer hingegen fünf Minuten unter die Dusche springt, verbraucht im Schnitt lediglich 70 Liter Wasser – da 85 Prozent des Energieverbrauchs in Privathaushalten auf Heizen und Warmwasser entfallen, liegt hier ein großes Einsparpotenzial. Wer kürzer und mit kühlerem Wasser duscht, tut der eigenen Haut damit außerdem einen Gefallen.

Zusätzlich können Verbraucher auch einen Sparduschkopf anbringen – dieser verfügt über einen kleineren Kopf, der das Duschwasser bündelt. Der Verbrauch kann so um bis zu 30 Prozent gesenkt werden.

Wer die Hände zudem unter kaltem Wasser wäscht, kann noch etwas Energie einsparen. Hygienisch macht die Wassertemperatur keinen Unterschied – Seife entfernt Schmutz auch unter kaltem Wasser.

Das Wohnzimmer

Heizungen sind der größte Energiefresser in Privathaushalten. Wer die Raumtemperatur um nur ein Grad absenkt, kann rund sechs Prozent Energie einsparen. Ohne viel Aufwand kann auch die Isolation der eigenen Wohnung verbessert werden: Mit elastischen Dichtungsbändern aus dem Baumarkt lassen sich Fenster und Türen einfach selber abdichten. Nachts sollten außerdem die Rollläden geschlossen werden.

An kalten Tagen gilt: Stoßlüften, dabei Heizungen ausstellen und Türen in der Wohnung öffnen. So ist die Innenluft schnell frisch, die Feuchtigkeit raus aus der Wohnung und der Energieverbrauch möglichst gering. Heizkörper sollten möglichst nicht durch Möbel oder lange Vorhänge verdeckt werden. Machen die Heizkörper gluckernde Geräusche oder sind unterschiedlich warm, empfiehlt sich außerdem ein hydraulischer Abgleich durch einen Fachbetrieb.

Auch beim gemütlichen Fernsehabend lässt sich Strom sparen: Verdoppelt sich die Bildschirmdiagonale des Fernsehgeräts, so vervierfacht sich der Stromverbrauch. Beim Kauf sollten Verbraucher deshalb den eigenen Bedarf im Blick behalten und auf das EU-Energielabel achten.

Das Arbeitszimmer

In Zeiten von Homeoffice lässt sich auch im Arbeitszimmer viel Energie sparen. Bei der Beleuchtung lohnt sich grundsätzlich der Umstieg auf energiesparende LEDs – im Vergleich zu alten Glüh- und Halogenlampen können hier bis zu 80 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden.

Entscheidend ist zudem die Größe der Arbeitsgeräte: Ein Laptop verbraucht deutlich weniger Energie als ein herkömmlicher Desktop-PC. Noch effizienter sind Tablets – Verbraucher sollten hier also genau überlegen, welche IT-Ausrüstung sie für ihren Arbeitsalltag tatsächlich benötigen. Nicht genutzte Geräte sollten in den Ruhemodus versetzt und wenn möglich ganz vom Stromnetz genommen werden.

Am wenigsten Strom verbrauchen in der Regel Tablets.

Am wenigsten Strom verbrauchen in der Regel Tablets.

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Die Küche

Energiesparen geht auch in der Küche: Ein Deckel auf dem Kochtopf verringert den Verbrauch um bis zu zwei Drittel. Wenn das Essen fast fertig ist, kann zudem der Herd ausgeschaltet werden – die Resthitze reicht meist aus. Beim Backen lohnt es sich, die Umluftfunktion zu nutzen – so können bis zu 15 Prozent Energie eingespart werden.

Die Reste wandern in den Kühlschrank – dieser sollte nicht kälter eingestellt sein als sieben Grad. Wer die Kühlschranktemperatur um ein Grad erhöht, spart bis zu sechs Prozent Energie.

Gespült wird am besten in einem Geschirrspüler. Die Geräte verbrauchen weniger Wasser als das Spülen per Hand, so können bis zu 50 Prozent der Energie und 30 Prozent des Wassers eingespart werden.

Auch bei der Waschmaschine gilt: Verbraucher sollten alte Geräte ersetzen und beim Neukauf auf die Energieeffizienzklasse achten. Moderne Geräte reinigen die Wäsche zudem zuverlässig bei einer Temperatur von 30 Grad, auch Bettwäsche und Handtücher werden bereits bei 60 Grad hygienisch sauber. Sowohl Waschmaschine als auch Geschirrspüler sollten außerdem immer nur voll angeschaltet werden.

(AFP)

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