Rheinland-Pfalz – Zoll gelingt Schlag gegen Zigarettenschmuggel

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Rheinland-PfalzZoll gelingt Schlag gegen Zigarettenschmuggel

Zoll und Polizei haben ein Netzwerk von Zigarettenschmugglern zerschlagen. Die Bande soll seit 2002 rund 230 Millionen Zigaretten aus Russland nach Deutschland geschmuggelt haben.

Zoll und Polizei haben rund 230 Millionen Zigaretten beschlagnahmt, die illegal von Russland nach Deutschland eingeführt wurden.

Zoll und Polizei haben rund 230 Millionen Zigaretten beschlagnahmt, die illegal von Russland nach Deutschland eingeführt wurden.

DPA

Zoll und Polizei ist ein Schlag gegen ein Netzwerk von Zigarettenschmugglern gelungen. Ermittler durchsuchten 35 Firmenräume und Wohnungen in Koblenz, Berlin und Brandenburg, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) und des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg. Mehr als eine Million Zigaretten stellten die Beamten in einer Lagerhalle in Koblenz sicher. Die Aktion lief unter dem Decknamen «Kermit».

Die Beamten überprüften 45 Verdächtige im Alter von 29 bis 74 Jahren und vollstreckten zehn Haftbefehle, sechs davon im Raum Koblenz. Die Ermittlungen waren knapp ein Jahr gelaufen. Dem deutschen Fiskus soll ein Schaden von mehr als 42 Millionen Euro entstanden sein. Die Bande steht im Verdacht, seit 2002 rund 230 Millionen Zigaretten aus Russland nach Deutschland geschmuggelt zu haben. Ein Sprecher sagte: «Diese Zigaretten sind verkauft und konsumiert worden.»

Schmuggelgut steckte unter legaler Fracht

Die unversteuerten Zigaretten gelangten mittels einer in Frankfurt (Oder) ansässigen Spedition per Lkw in der Oderstadt über die Grenze nach Deutschland. Das Schmuggelgut steckte unter legaler Fracht, die aufgrund ihres Status nicht kontrolliert werden durfte. Es handelte sich dabei um sogenanntes Konsulargut.

In zwei Lagerhallen in Großbeeren (Brandenburg) und Koblenz wurde die «heiße Ware» dann auf Kleintransporter umgeladen. Von dort schickten die Täter die Zigaretten dann zu illegalen Verkaufsplätzen in Frankfurt (Oder), Berlin und Koblenz.

(L'essentiel online/dpa)

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