Kamera im Startblock – Zu intime Einblicke verärgern Sprinterinnen

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Kamera im StartblockZu intime Einblicke verärgern Sprinterinnen

Aufregung um die Startblöcke bei den Sprintwettbewerben an der Leichtathletik-WM: Sie filmen die Athletinnen und Athleten von unten. Diese haben sich erfolgreich gewehrt.

Novum bei der Leichtathletik-WM: Begeben sich die Athletinnen und Athleten bei den Sprintwettbewerben an den Start, werden sie gefilmt. Von einer winzigen Kamera im Startblock. Von unten.

«Ich finde diese Kameras nicht ganz so geil», sagte die Deutsche Gina Lückenkemper nach ihrem Vorlauf über 100 Meter. Anderen Athletinnen ging es gleich. Stellvertretend sagt die 22-Jährige: «In den knappen Sachen über die Kamera drüberzusteigen, um in den Block zu gehen, finde ich sehr unangenehm.» Lückenkemper mutmaßt deshalb, dass bei der Entwicklung bestimmt keine Frau daran beteiligt gewesen sei.

Die neue Startblock-Kamera. (Video: Twitter)

IAAF reagiert auf Beschwerde

Der deutsche Leichtathletikverband wurde mit der Kritik seiner Athletinnen beim Weltverband IAAF vorstellig. Dieser reagierte nun. In Zukunft werden die Bilder nicht mehr gezeigt, wenn sich die Sprinterinnen in den Startblock begeben. Erst dann, wenn sie in Position sind. Der Leichtathletik-Weltverband versprach auch, dass die Aufnahmen nicht gespeichert und täglich gelöscht werden.

(L'essentiel/heg)

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