Messerattacke in ICE – Zugführer setzte Feuerlöscher gegen Täter ein
Publiziert

Messerattacke in ICEZugführer setzte Feuerlöscher gegen Täter ein

Bei der Messerattacke in einem deutschen Zug sollen noch vor der Polizei Angestellte und Passagiere gehandelt haben. Dabei kam unter anderem auch Haarspray zum Einsatz .

Am Samstag kam es in einem deutschen Zug zu einem Angriff. Ein Mann hatte mit einem Messer wahllos Passagiere und Passagierinnen auf dem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg attackiert und drei Männer schwer verletzt. Der Täter konnte unter anderem durch das couragierte Eingreifen des Zugbegleiters sowie mindestens einer Passagierin gestoppt werden. Wie die «Bild»-Zeitung am Sonntag schreibt, nahm Ersterer einen Feuerlöscher zur Hand, um den Angreifer zu stoppen. Die Frau sprühte dem Angreifer zudem Haarspray entgegen.

Polizei-Sondereinheit tauchte in Kettenhemden auf

Beim Täter handelte es sich um einen 27-jährigen Syrer, der 2014 nach Deutschland eingereist sein soll. Er soll in einem Studentenwohnheim im bayrischen Passau wohnen, welches die Polizei am Samstagabend durchsuchte. Wie das deutsche Nachrichtenportal Focus am Sonntag schreibt, soll der Mann am Tag vor dem Angriff seine Stelle verloren haben. Die Behörden gehen außerdem davon aus, dass er unter psychischen Problemen und Wahnvorstellungen gelitten hat.

Der mutige Zivilist und die mutige Zivilistin mussten nach ihrem beherzten Eingreifen jedoch nicht all zu lange auf Verstärkung warten. Nachdem der junge Mann die ersten Personen angegriffen hatte, setzten einige Passagiere und Passagierinnen einen Notruf ab. Der Lokführer stoppte daraufhin den Zug. Die herangerufenen Beamten und Beamtinnen, die teilweise in Kettenhemden gekleidet waren, um sich vor Stichwaffen zu schützen, konnten den Täter dann rasch überwältigen.

Wie die Deutsche Presseagentur schreibt, handelte es sich bei der Tatwaffe um ein zusammenklappbares Messer mit einer Klingenlänge von acht Zentimetern.

(L'essentiel/Patrick McEvily)

Deine Meinung