Düdelingen und Rümelingen – Zugstreichungen sorgen im Süden weiter für Ärger

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Düdelingen und RümelingenZugstreichungen sorgen im Süden weiter für Ärger

DÜDELINGEN - Die Südgemeinden beklagen fehlende Direktzug-Verbindungen in die Hauptstadt. Auch die ersatzweise eingeführten Buslinien funktionieren noch nicht zufriedenstellend.

Düdelingen und Rümelingen beklagen fehlende direkte Verbindungen in die Hauptstadt.

Düdelingen und Rümelingen beklagen fehlende direkte Verbindungen in die Hauptstadt.

Mehr als drei Monate ist es her, dass auf den Linien 60a ab Volmerange-les-Mines (F) und 60B ab Rümelingen täglich sechs Direktzüge in die Hauptstadt verkehrten. Die Anzahl der Direktfahrten ist mittlerweile auf die Hälfte zusammengestrichen worden.

Um die Streichungen im Hauptberufsverkehr auszugleichen, wurde eine neue RGTR-Linie (305) zwischen Bettemburg, Düdelingen und Luxemburg eingeführt. Eine weitere Express-Linie (207) mit Abfahrten alle 15 Minuten verbindet Düdelingen mit dem Kirchberg.

Noch keine «echten Alternativen»

Dan Biancalana, Bürgermeister von Düdelingen, und sein Kollege Henri Haine aus Rümelingen trafen sich kür mit Minister François Bausch, um eine erste Bilanz zu ziehen. Diese fällt allerdings gemischt aus, sagt Biancalana. Die Streichung des Direktzugs um 8 Uhr führte zu einer Verlagerung auf den Direktzug kurz vor 7 Uhr. «Die Pendler nehmen nun die frühere Verbindung. Das hat zur Folge, dass dieser Zug überfüllt ist, weil nicht genügend Waggons bereitgestellt werden. Wir haben das Ministerium und die CFL aufgefordert, die Kapazität zu erhöhen», sagt der LSAP-Politiker.

Die Buslinie 2017 mit Abfahrt vor dem Rathaus in Düdelingen scheint die Erwartungen der Pendler ebenfalls nicht zu erfüllen. «Die Busse sind nicht voll. Es würde mehr Sinn machen, wenn der Bus vom SNCF-Bahnhof wegfährt, wo ein kostenloser Park-and-Ride-Parkplatz zur Verfügung steht.» Für die beiden Bürgermeister sind diese Anpassungen bei den Buslinien unerlässlich, «um die Qualität des öffentlichen Transports zu verbessern und echte Alternativen zu den gestrichenen Zügen» anzubieten.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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