Luxemburg: Zwei Autoren auf poetischer Entdeckungstour im Minett-Gebiet

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LuxemburgZwei Autoren auf poetischer Entdeckungstour im Minett-Gebiet

ESCH/ALZETTE – Das neu erschienene Buch «Rocklines» nimmt den Leser mit auf Entdeckungstour quer durch den Süden Luxemburgs.

von
jw/L'essentiel
Robert Weis (stehend) und Davide S. Sapienza haben die Minett-Region erkundet.

Robert Weis (stehend) und Davide S. Sapienza haben die Minett-Region erkundet.

«Rocklines – Un voyage géopoétique à travers la Minett UNESCO Biosphere»: So heißt das neu erschienene Buch von Robert Weis und Davide S. Sapienza, in dem der aus Differdingen stammende Luxemburger und der italienische Geopoet von ihrer Entdeckungstour der Minett UNESCO Biosphere berichten.

Ausgangspunkt für das Buch bildeten zahlreiche Wanderungen durch den Süden des Landes. «Wir waren viel zu Fuß unterwegs. Daraus entstand ein sogenanntes geopoetisches Reisebuch», erzählt Weis. Das Werk bestehe zwar nicht aus Gedichten, sondern sei vielmehr «eine poetische Wahrnehmung der Welt». Mittels Zeichnungen und Metaphern berichten die Autoren über den Ablauf ihrer Entdeckungstour sowie über ihre Begegnungen mit Menschen und Landschaften und gehen sogar auf die Geologie des Gebiets ein. Gezeichnet wurde das Buch übrigens von der Luxemburger Künstlerin Isabelle Mattern. Ihr Ziel bestand darin, «dass Einwohner vor Ort ihre Region wieder neu entdecken und diese Touristen vorzustellen».

Die Idee für das Buch entstand, als das Minett-Gebiet 2020 in das weltweite Netzwerk der Biosphärenreservate des UNESCO-Programms aufgenommen wurde. «Ich vertrat damals im Kandidaturkomitee das Nationalmuseum für Naturgeschichte», erinnert sich Weis. Nachdem die Kandidatur durchgegangen war, sei das Team erhalten geblieben und es seien Projekte vorgeschlagen worden. Der gebürtige Düdelinger habe seinem Freund – dem Schriftsteller und Globetrotter – Davide Sapienza seine Heimat zeigen wollen.

«Total begeistert»

«Er ist im Winter zu Fuß durch Island gelaufen, er hat bei den Inuit in Kanada gelebt, ist durch Norwegen gereist… und hat viele Wildnisgebiete erkundet», erzählt Weis von seinem Freund. Das Minett-Gebiet sei zwar eine Erfahrung einer etwas anderen Art gewesen, aber Sapienza sei davon total begeistert gewesen. Mit Rucksack auf dem Rücken und festen Schuhen and den Füßen unternahmen die beiden Männer im Juli 2021 eine dreiwöchige Wanderung durch das Gebiet. «Wir sind dem Minett-Trail gefolgt, der heute gut markiert ist», erzählt Weis. Nach Lust und Laune seien sie aber auch abseits des Pfades unterwegs gewesen.

Davide S. Sapienza, Isabelle Mattern

Davide S. Sapienza, Isabelle Mattern

Für Weis gebe es auch einige Highlights in der Region. «Ich liebe die kleine Ortschaft Lasauvage. An zweiter Stelle kommt für mich das Naturreservat Haard, das ich gerne als Grand Canyon zwischen Rümelingen und Kayl bezeichne», sagt er. Das Naturreservat sei von großem geologischem Interesse. «Ich war bereits als Teenager dort immer auf Fossiliensuche unterwegs und gehe heute immer noch dorthin. Und werde jedes Mal fündig», sagt er.

Das Buch ist vor kurzem beim Phi-Verlag erschienen und ist auf der Verlagsseite, im Buchhandel sowie im Shop des Nationalmuseums für Naturgeschichte erhältlich.

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