Luxemburger Mountainbiker – Zwei harte Hunde auf dem Weg über die Alpen

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Luxemburger MountainbikerZwei harte Hunde auf dem Weg über die Alpen

LUXEMBURG – Raoul Petit und Yves Steffen stehen vor dem größten Abenteuer ihres Lebens. Die zwei Düdelinger machen beim Radrennen «Bike Transalp» mit.

8848 Meter – so hoch ist der Mount Everest, der höchste Berg der Welt. Einmal hinauf und wieder hinunter ist im Prinzip das, was die beiden Luxemburger Raoul Petit und Yves Steffen ab dem kommenden Sonntag vorhaben. Im Prinzip deshalb, weil die zwei Düdelinger diese Strecke nicht in Asien, sondern bei uns in den Alpen bezwingen wollen. Mit dem Mountainbike. In einer Woche. 17.736 Höhenmeter. «Wir haben das im letzten Sommer einfach so beschlossen und wollen es probieren. Das Ziel ist es erst einmal, anzukommen», sagt Petit mit einem Lächeln.

Die beiden Grundschullehrer wirken eine Woche vor dem größten Abenteuer ihres Lebens komplett entspannt und ausgeglichen. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich. Die «Bike Transalp» zählt zu den härtesten Etappenrennen der Welt, bei dem auch Amateure mitmachen dürfen. In Zweier-Teams geht es in sieben Tagen exakt 519,46 Kilometer durch Österreich, die Schweiz und Italien. Also einmal über die Alpen. «Die Anspannung steigt natürlich. Aber wir kriegen das schon hin», sagt Steffen und wirft seinem Partner einen schelmischen Blick zu.

«Genießen» steht im Vordergrund

Petit (30 Jahre) und Steffen (28) haben sich schon vor knapp 20 Jahren im Leichtathletiktraining in Düdelingen kennengelernt. «Raoul war immer etwas ambitionierter als ich – und auch erfolgreicher» gibt Steffen unumwunden zu. Petit war sogar Luxemburger Meister über 400 Meter. «Das ist aber schon ein paar Jährchen her», wiegelt der Gelobte ab. Aus den kurzen Distanzen wurden mit der Zeit immer längere Strecken. Halbmarathon, Marathon – alles kein Problem für die beiden Ausdauersportler.

Vor sechs Jahren haben die zwei harten Hunde dann ihre Leidenschaft für das Mountainbiken richtig entdeckt. Mittlerweile sind sie schon viele Rennen gemeinsam gefahren. Doch ihre schwierigste Aufgabe steht nun bevor. «Das soll natürlich keine Sightseeing-Tour werden. Aber den absoluten Rennstress wollen wir uns auch nicht geben. Wir wollen das auch schon etwas genießen», sagt Petit.

Der gute Zweck fährt mit

Damit das Genießen nicht zu kurz kommt, werden die Luxemburger von ihren beiden Freundinnen und Petits Vater begleitet. «Nach der Ankunft am Gardasee machen wir noch etwas Urlaub. Das haben wir uns dann auch verdient», sagt Steffen grinsend. Wer im Prinzip den Mount Everest mit dem Fahrrad erklimmt, hat das allemal.

Weitere Informationen zu der Tour von Raoul Petit und Yves Steffen gibt es auf dieser Facebookseite.

(Henning Jochum/L'essentiel)

Fahren für den guten Zweck

Die beiden Luxemburger verbinden ihr Abenteuer mit einer guten Sache. Pro gefahrenen Kilometer können Gönner den Athleten einen Betrag bezahlen, der dann komplett an die «Fondation Wonschstär» fließt. Mehr Infos zur der staatlich anerkannten Stiftung gibt es hier.

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