Zuganbindung für Pendler – Zweite Trasse nach Luxemburg verzögert sich

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Zuganbindung für PendlerZweite Trasse nach Luxemburg verzögert sich

TRIER – Die Reaktivierung einer Bahntrasse im Trierer Westen könnte die Zugverbindung nach Luxemburg verbessern. Doch das Vorhaben wird wohl nicht vor 2018 umgesetzt.

Die Diskussionen um eine Reaktivierung der so genannten Westtrasse, die durch die Trierer Stadtteile Ehrang, Pfalzel, Biewer, West-Pallien, Euren und Zewen führen soll, laufen seit Jahren. Doch Grenzgänger, die per Zug nach Luxemburg pendeln, werden vermutlich noch bis mindestens 2018 auf die Realisierung des Vorhabens warten müssen. Dies bestätigte der zuständige Zweckverband SPNV-Nord dem «Trierischen Volksfreund». Von Seiten des Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen nach Gesprächen mit dem rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Roger Lewentz hieß es jedoch, die Realisierung könne auch früher abgeschlossen sein.

Doch auf eine rasche Verbesserung der bestehenden Bahnverbindungen brauchen Pendler so schnell nicht zu hoffen. So ist der Bau von vier neuen Bahnhöfen (Trier-Pfalzel, Trier-West, Messe, Zewen) auf dem linken Moselufer vorgesehen. Konkrete Planungen und auch die Finanzierung stünden aber noch nicht, heißt es in der Zeitung.

2015 als bisheriges Ziel

Bisher stand als frühester Zeitpunkt der erneuten Inbetriebnahme der Westtrasse das Jahr 2015 im Raum. Dann wird der Rheinland-Pfalz-Takt 2015 umgesetzt, ein Konzept, durch das das Nahverkehrsangebot attraktiver gestaltet werden soll. Darin sind auch stündliche Anbindungen an das Großherzogtum und der Einsatz neuer Züge vorgesehen.

Pendler können nicht nur auf deutscher Seite mit einer Verbesserung der Anbindung rechnen. In Luxemburg-Stadt können sie vermutlich ab 2017 den neuen Haltepunkt «Pont Rouge» nutzen, von dem eine Standseilbahn zum Kirchberg führen wird.

ks/L'essentiel Online

Die derzeitige Route

Die Westtrasse wird derzeit nur von Güterzügen befahren. Reisende, die nach Luxemburg möchten, nutzen derzeit die Osttrasse, die über den Hauptbahnhof, Trier-Süd, Konz und Igel führt. Wer also im Trierer West wohnt, verfügt derzeit über keine direkte Zuganbindung, sondern muss per Bus oder Auto zum nächsten Bahnhof fahren.

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