Vereinten Nationen – Zypern-Gespräche gehen ohne Erfolg zu Ende
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Vereinten NationenZypern-Gespräche gehen ohne Erfolg zu Ende

Seit 1974 ist die Mittelmeer-Insel geteilt – und wird es auch noch bleiben. Wegen eines Streits über türkische Truppen.

Die Verhandlungen zur Überwindung der Teilung Zyperns im schweizerischen Crans-Montana gingen am frühen Freitagmorgen ohne konkretes Ergebnis zu Ende. Dies gab UNO-Generalsekretär Antonio Guterres vor den Medien bekannt.

Unklar war zunächst, wie es mit den Bemühungen der Vereinten Nationen weitergehen soll. Die Türkei habe bis zuletzt darauf bestanden, auch nach einer Lösung weiter Besatzungstruppen auf der Insel zu haben, sagten die griechischen Zyprer. Die griechisch-zyprische Seite forderte dagegen den stufenweise Abzug aller Truppen aus Zypern.

Wunsch: Zwei politisch gleiche Bundesländer

Die Insel ist nach einem Putsch griechischer Militärs und einer türkischen Invasion seit 1974 geteilt.

Ziel der seit Jahren andauernden Verhandlungen ist die Bildung einer Föderation zwischen zwei politisch gleichen Bundesländern: eines griechisch-zyprischen im Süden und eines türkisch-zyprischen im Norden.

(L'essentiel/roy/sda)

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