Eurokrise – Zypern will Rettungspaket nachverhandeln

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EurokriseZypern will Rettungspaket nachverhandeln

Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades will die umstrittene Abgabe auf Bankeinlagen zugunsten von Kleinsparern verändern. Lässt sich der Run auf die Banken verhindern?

Zypern befürchtet einen Run auf die Banken. Das Rettungspaket sieht vor, dass Bankkunden bis zu 5,8 Milliarden Euro beitragen sollen.

Zypern befürchtet einen Run auf die Banken. Das Rettungspaket sieht vor, dass Bankkunden bis zu 5,8 Milliarden Euro beitragen sollen.

DPA

Zypern will die Bedingungen des EU-Rettungspakets nachverhandeln. Man werde versuchen, die umstrittene Abgabe auf Bankeinlagen zugunsten von Kleinsparern zu verändern, erklärte Präsident Nikos Anastasiades am Sonntagabend.

Zuvor hatte sich gegen die Abgabe in Zypern heftiger Widerstand abgezeichnet. Das Parlament in Nikosia hatte seine Abstimmung über das EU-Rettungspaket von Sonntag auf Montag verschoben.

Die Hilfe hatten die EU-Finanzminister am Freitag nach zähen Verhandlungen vereinbart. Zypern soll zehn Milliarden Euro erhalten. Im Gegenzug versprach die Regierung des Inselstaats die Erhebung einer einmaligen Abgabe auf alle Bankeinlagen: Sie soll bei Einlagen bis 100 000 Euro 6,75 Prozent betragen, bei Beträgen darüber 9,9 Prozent. Damit sollen 5,8 Milliarden Euro zusammenkommen.

(L'essentiel Online/sda)

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